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Jetzt wird´s urig: Sagen aus dem Spessart-Räuberland

Alte Geschichten aus der Heimat des Julius Echter von Mespelbrunn zum bundesweiten Vorlesetag am 19.11.2021

Ob Schauerzählungen, Märchen oder Fabel – der Spessart gilt seit jeher als eine der sagenträchtigsten Gebiete Deutschlands. Und das nicht umsonst: Neben der Legende, die besagt, dass er der Geburtsort von Schneewittchen sei, eine der berühmtesten deutschen Märchenfiguren, war er obendrein auch Schauplatz für den Kultfilm und Kassenschlager „Das Wirtshaus im Spessart“. 
Wie gut trifft es sich da, dass der Namensgeber des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld höchstpersönlich aus dieser Umgebung stammt. Im Zuge des bundesweiten Vorlesetags am 19.11.2021 stellten die für die Leseförderung verantwortlichen Lehrkräfte der Fachschaft Deutsch nämlich eine Sammlung ausgewählter Sagen aus der Heimat des Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617) zusammen, denen die Schüler und Schülerinnen zu Stundenbeginn lauschen konnten. 
Geschichten aus dem „Spessart-Räuberland“ – wenn das mal kein abwechslungsreicher Start in den Tag ist! Neben urigen Gestalten wie „Frau Hulle“ und „Hannes-Jakob von Hobbach“ begeisterte auch die Sage um die Gründung des berühmten Würzburger Juliusspitals die Schülerinnen und Schüler. Bei dem ein oder anderen kam vielleicht sogar schon vorweihnachtliche Stimmung auf, was dem Märchen „Am Brunnen in der Weihnacht“ geschuldet war. Auch Geschichtsnerds kamen voll auf ihre Kosten: Wie kam das Dammsfeld, auf dem das JEG erbaut wurde, eigentlich zu seinem Namen? Was hat es mit dem Echterspfahl auf sich? Woher stammt der Ortsname Mespelbrunn? Die verblüffenden und interessanten Antworten auf diese Fragen lieferten die unterhaltsam geschriebenen Geschichten gleich mit.
Wer nun selbst Leselust verspürt und sich vielleicht sogar an einer originalen „Spessart-Lektüre“ erfreuen will, dem seien die von Valentin Pfeifer gesammelten Spessart-Sagen empfohlen (Aschaffenburg, 1948).
Sabrina Ball

„Die Lust an der Literatur ist auch die Lust am Leben. Die Kunst, zu lesen, in ein Buch hineinzufallen, darin zu versinken, kaum noch auftauchen zu können, ist ein Stück Lebenskunst.“
Elke Heidenreich





 

 
24.11.2021 12:10:53 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster