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Weltvorlesetag am JEG

„Ein Haufen toter Buchstaben? Nein, ein Sack voll Samenkörner.“ (André Gide)

Gerade wenn die Schatten länger werden und die Nebel aufziehen, bleibt man gern zu Hause und genießt auch mal die Stille des Herbstes. Und dann greift man auch gern zu einem Buch, denn Herbstzeit ist Lesezeit. Nicht nur die Frankfurter Buchmesse und zahlreiche Literaturpreise ereignen sich, sondern auch der Weltvorlesetag am 15. November hat seinen festen Platz im jahreszeitlichen Ablauf. Am Julius-Echter-Gymnasium begeht ihn die Fachschaft Deutsch schon seit einigen Jahren mit dem „Literarischen Stundeneinstieg“. Damit ist gemeint, dass jede Lehrkraft seine Unterrichtsstunde mit einem kurzen literarischen Text eröffnet, der nur einige Minuten Vorlesezeit in Anspruch nimmt. Deutschlehrerin Susanne Pfefferer hat dafür eine Sammlung kurzer Texte ediert, in der für jede Altersgruppe etwas Passendes zu finden ist. Dabei ist Amüsantes mit Ernstem gemischt, schließlich soll Literatur erfreuen und Nutzen bringen. So zumindest der lateinische Autor Horaz. Deshalb gibt es für die Fünftklässler das Gedicht vom Schwein ohne Führerschein und für die Älteren Goethes berühmte Ballade vom Erlkönig. Reminiszenzen an geschichtliche Themen tauchen ebenfalls auf, etwa Texte zum Ersten Weltkrieg von Stefan Zweig und Erich Maria Remarque.

In einer Zeit, in der für viele Schüler die Freude am Buch und die Leselust langsam aus ihrem Alltag verschwinden, da sie statt dessen vom Sirenengesang ihrer Smartphones verführt werden, gilt es, das Lesen wieder stärker in ihrem Bewusstsein zu verankern. Ein Griff zum Buch, in diesem Fall zu Homers Odyssee, wird sofort erweisen, dass dem Gesang der Sirenen nicht zu trauen ist.

Thum


 
21.11.2019 18:37:44 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster