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Die Weisheiten des Monsieur Ibrahim: „Lächeln macht glücklich.“

Am Dienstag, den 06.11.2018, hatten die Französischschüler der Oberstufe sowie die Klasse 10 E/R die Gelegenheit, ein Theaterstück in französischer Sprache anzusehen.
Das Tourneetheater „TNT“ hat sich eines modernen Bühnenklassikers angenommen: „Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran“, so der Originaltitel, von Éric-Emmanuel Schmitt. Darin geht es um einen elfjährigen Jungen, der, von seiner Familie emotional vernachlässigt, im Paris der 60er Jahre aufwächst. In dem muslimischen Lebensmittelhändler Ibrahim findet er einen väterlichen Freund, der ihn in allen Lebenslagen unterstützt und versucht, ihm nicht nur Lebenspraxis, sondern auch moralisches Rüstzeug mit auf den Weg ins Erwachsensein zu geben.
In der von der Truppe gewählten Adaption des Stückes überraschten zunächst die eigens für diese Inszenierung geschaffenen Gesangs- und Tanzeinlagen. Dank der sängerischen und tänzerischen Qualität der Darsteller sorgten diese Szenen für eine Steigerung der Lebendigkeit des Werkes. Die verschiedenen Tänze veranschaulichten auch gut die multikulturellen Hintergründe der Geschichte und nahmen Bezug auf den Sufismus, der im letzten Teil eine wichtige Rolle spielt. Tanz ist dort ein Ritual, um Gottes Nähe zu erfahren und alle irdische Schwere von sich abfallen zu lassen.
Die Schüler der Oberstufe, die das Werk mit ihrer Lehrerin, Frau StDin Hein, gelesen und im Unterricht besprochen hatten, aber auch die Zehntklässler, die sich zuvor mit ihrem Lehrer, Herrn StD Trosbach, einen Überblick über den Inhalt des Stückes verschafft hatten, waren allesamt sehr zufrieden, da sie die klar und deutlich sprechenden Schauspieler gut verstehen konnten. Aber auch Kritik wurde laut. Als „etwas kitschig“ beurteilten manche Schüler die eher konservative Inszenierung, was wohl auch dem Charakter des Stückes geschuldet ist, das viele Lebensweisheiten enthält, die man früher vielleicht ins Poesiealbum geschrieben hätte.
Insgesamt trug dieser Besuch dazu bei, dass einige Schüler äußerten, bald wieder einmal ins Theater gehen zu wollen. Und vielleicht haben sie sich die ein oder andere Lebensweisheit eingeprägt, wie z.B.: “Was du gibst, gehört dir für immer. Was du behältst, ist für immer verloren.“


 
                                                                                                                                                                 Hirdina

 
12.11.2018 10:11:50 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster