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Vortrag BiZ Aschaffenburg

Vortrag von Christine Loebel vom BiZ Aschaffenburg vor den Schülerinnen und Schülern der Q 11 des JEG
 
„Herzlich Willkommen, Neuanfang!“ Mit diesem Refrain eines Songs von Clueso begrüßte Christine Loebel, Berufs- und Studienberaterin am Berufsinformationszentrum (BiZ) Aschaffenburg die Schülerinnen und Schüler der Q 11 des Julius-Echter-Gymnasiums in Elsenfeld. Loebel war im Rahmen der das Schuljahr flankierenden Veranstaltungen zur Studien- und Berufsorientierung an die Schule gekommen. Weiter heißt es bei Clueso, dass „Tausend Fragen Rad schlagen“, und dieser Zustand dürfte auch so manchem der Bald-Abiturienten am JEG nicht unbekannt sein, denn Abitur, und was dann?
Einfühlsam ging Christine Loebel zu Beginn ihres Vortrags auf dieses verbreitete Gefühl der Unsicherheit ein und betonte, dass die Berufswahl ein langwieriger Prozess sei, der einen klaren Kopf verlange. Nicht von ungefähr sei in „Beruf“ das Wort „Ruf“ enthalten, und diesen gelte es zu hören, nachdem man sich mit seinem Projekt Berufswahl vertraut gemacht habe.
Als erste Weichenstellung für den Abiturienten entpuppt sich die Frage, ob man eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren sollte. Bei dem Begriff Studium denkt jeder sogleich an die klassischen Studiengänge wie BWL oder Jura, aber Loebel weist darauf hin, dass es mittlerweile in Deutschland an die 10.000 grundständigen Studiengänge gebe, darunter auch Exoten wie Pferdewissenschaft. Auch ist die Studienlandschaft nicht gerade übersichtlich, man denke nur an die Unterscheidung zwischen der allbekannten Uni und der Hochschule für angewandte Wissenschaften, vulgo Fachhochschule. Für welchen Hochschultyp sich die Schüler entscheiden, hängt also auch von den individuellen Vorlieben ab: Ist mein Studium an Uni und FH möglich? Was passt besser zu mir und meinem Lerntyp? Ist man eher der Praktiker oder Wissenschaftler?
Anders als noch vor einigen Jahren gibt es bei den Unternehmen in den allermeisten Fällen keine Wünsche nach einem FH- oder Uni-Absolventen. Wichtiger sind den Firmen neben der Studiendauer und den Noten Praxiserfahrungen und sog. Softskills wie Teamfähigkeit und ganz allgemein die Persönlichkeit der Bewerber. Kurz gestreift wird natürlich auch die Möglichkeit einer Ausbildung, wobei hier zwischen schulischer Ausbildung, z.B. als Erzieher und betrieblicher (dualer) Ausbildung, z.B. als Mechatronikerin, zu unterscheiden ist.
Wie finde ich nun heraus, was zu mir passt? Für dieses Problem bietet Christine Loebel passende Hilfen an, nämlich die Vielfalt an Medienangeboten, mit denen die Schüler bei der Berufswahl unterstützt werden. Diese werden sie bei einem Besuch im BiZ Aschaffenburg im Januar 2019 noch genauer kennen lernen.
Abschließend verweist Loebel dann noch auf Möglichkeiten, die Wartezeit bis zur Aufnahme des Studiums zu überbrücken bzw. sich auch mal Zeit für Neues zu gönnen, sei es während eines Freiwilliges soziales Jahrs (FSJ) oder einer Tätigkeit als Au Pair im Ausland. „Der Erleuchtung geht immer Irritation voraus!“ mit diesem Zitat von Milton H. Erickson macht Christine Loebel den Schülern des JEG Mut, sich auf die Suche nach ihrem Traumberuf zu begeben. Die Resonanz gibt ihr schon mal Recht. „Der Vortrag hat mir gut gefallen, da ich einen ersten Überblick zur Berufswahl erhalten habe“, so Katharina Kurz, eine Schülerin der Q 11.


 
Thum

 
04.11.2018 20:04:50 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster