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Politische Bildung am JEG

Schüler sind die Wähler von morgen. Deshalb kann politische Bildung nicht früh genug beginnen, und deshalb ist sie vornehmste Aufgabe einer Schule mit einem sozialwissenschaftlichen Zweig wie das Julius-Echter-Gymnasium. Denn bereits ab der 8. Jahrgangsstufe werden die Schüler dieser Ausbildungsrichtung fit gemacht für ein aktives Teilnehmen an der Gemeinschaft. Die Beschäftigung mit der Landtagswahl in Bayern bildete somit einen Schwerpunkt für den Unterricht in Sozialkunde. Schließlich macht schon allein das Wahlergebnis nachdenklich: Die CSU bleibt zwar stärkste Kraft, was nicht wirklich überrascht, aber alles andere schon. Die SPD abgerutscht unter ferner liefen, Die Grünen als Zweitstärkste Kraft in Bayern, noch vor den Freien Wählern und ein scheinbar unaufhaltsamer Aufstieg der AfD, ja da schau her. Ein ganz schöner Parteiendschungel, durch den sich der Wähler hindurcharbeiten muss, bis er endlich die Partei gefunden hat, die am besten zu ihm passen könnte. Diese Erfahrung machten auch alle Schülerinnen und Schüler am JEG, die sich im Rahmen des Sozialkundeunterrichts intensiver mit der Wahl in Bayern befassten. Bereits im Vorfeld galt es dabei, die Parteien und ihre verschiedenen Programme genauer unter die Lupe zu nehmen; dies geschah etwa in Form des politischen Wochenberichts, bei dem die Schüler ein politisches Thema eine Woche lang in den Medien verfolgten, um dann ihre Mitschüler darüber zu informieren. Außerdem wurde von der Landeszentrale für politische Bildung umfangreiches Material angeboten, welches sich passgenau zur Vorbereitung der Wahl verwenden ließ. So gab es etwa ein Set zur Simulation einer Wahl, bei dem sogar eine Trennwand enthalten war. Ein weiteres Instrument zur Auseinandersetzung mit der Wahl stellt der sogenannte Wahl-O-Mat dar, ein von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickeltes Programm, bei dem die Schüler anhand von ca. 40 Fragen ihre poltischen Vorlieben ermitteln, um dann am Ende zu erfahren, welche Partei zu ihren Ansichten am besten passen würde. „Ich wusste gar nicht, dass ich gerade diese Partei gut finde“, so etwa ein erstaunter Schüler der 9. Jahrgangsstufe. Doch auffällig war am Ende, dass die Schüler viel „vernünftiger“ wählten als ihre Eltern und im Vergleich zu den Ergebnissen der Landtagswahlen den etablierten Parteien wie CSU, SPD, Grüne und FDP und so einer deutlich weniger zerklüftete Parteienlandschaft den Vorzug gaben; also lieber Parklandschaft statt Dschungel, um im Bild zu bleiben.


 
Thum

 
23.10.2018 20:07:28 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster