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Wimba - ...und das Geheimnis im Urwald

Bei der stimmungsvollen Aufführung der Musical-AG des Julius-Echter-Gymnasiums in Elsenfeld unter der Leitung von Doris Wehle nahmen Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen die Zuschauer mit auf eine Reise in den Dschungel, in dem nicht alles so ist, wie es scheint.

„Im Urwald weißt du nie so recht, was ist Täuschung, was ist echt.“ Gleich der Anfangssong entführte das Publikum am Donnerstag, dem 6. Oktober, aus der Aula des JEG in die magische Welt des Kindermusicals von Gerhard A. Meyer: Eine Schar bunt schillernder Urwaldtiere stimmte die Zuschauer darauf ein, was sie in der nächsten Stunde so alles erleben werden: Raubtiere fauchen, eine Schlange zischt ins Publikum, und am Ende kriecht auch noch ein Krokodil behäbig über die Bühne.



Mit sichtlicher Freude versetzten sich alle Beteiligten in ihre Rollen hinein und erfüllten die farbenprächtigen Kostüme, die mit viel Liebe und künstlerischem Geschick aus den bewährten Händen von Sigrid Dauelsberg stammten, mit Leben. Für die nötige Maske sorgte die Kunstlehrerin am JEG, Judith Mündel-Hechtfischer.
Mit einem jungen Forscherteam geht das Publikum dann auf eine geheimnisvolle Entdeckerreise. Deren burschikoser Anführer, überzeugend gespielt von Rosalie Stich, hält nichts von Geheimnissen, und so finden sich die vier ungleichen Freunde bald in einer Tropfsteinhöhle wieder. Mit Hilfe weniger Handgriffe verwandelte sich der Bühnenhintergrund deswegen von einer Wand tropisch wuchernder Urwaldpflanzen in eine dunkle Höhle (verantwortlich für das Bühnenbild: Rudy Schmid-Vellenzer). Geschickt inszenierte Lichteffekte machten die unheimliche Atmosphäre komplett.
Schließlich landen die Vier nach einigem Umherirren auf einer verwunschenen Lichtung. Dort geschehen seltsame Dinge: Handys und Kompass versagen, ein Mitglied der Gruppe verschwindet spurlos. Eine mysteriöse Macht scheint Tiere und Pflanzen völlig in ihren Bann geschlagen zu haben. Als sich dann auch noch ein unheimlicher Stein zu Wort meldet und ein Opferfest ankündigt, wird die Situation gefährlich. Können die zauberhaften Schleierelfen noch helfen?

Die jungen Sängerinnen und Sänger überzeugten die Zuschauer durch ihre einfühlsame Darbietung, vor allem Luisa Heintze als zickige Forscherin Malu; Miray Yabanci als Toxi, die verzauberte Assistentin von Wimba, wurde auch gesanglich ihrer Rolle mehr als gerecht. Überhaupt merkte man der Aufführung an, dass auch kleine Szenen sorgfältig auf den Gesamteindruck hin komponiert waren und jedem Mitwirkenden die Möglichkeit boten, sich in Szene zu setzen: So flankierten Erdnussflips futternde Hörnchen das Geschehen auf der Bühne, während Schleierelfen und Urwaldtiere durch Tanzeinlagen für Abwechslung sorgten.
Mit dem Erscheinen von Wimba (Emily Reichenborn) erreichte das Urwaldabenteuer dann seinen Höhepunkt. Der kleine Außerirdische, der nach seinem Absturz auf die Erde in einem Stein gefangen ist, muss seine Herrschaft über die Tiere und Pflanzen der Lichtung beenden und mit dem Lied „Zurück ins All“ ist nun das glückliche Ende gekommen, das die gespannt lauschenden Zuschauer mit viel Beifall belohnten.
Die überzeugende Leistung der jungen Darstellerinnen und Darsteller imponiert umso mehr, wenn man die nicht immer einfache Probengeschichte kurz Revue passieren lässt: „Manchmal habe ich selbst daran gezweifelt, ob wir es überhaupt noch schaffen“, gesteht Doris Wehle, Musiklehrerin am JEG und Leiterin des Projekts. Denn eigentlich war die Aufführung für Juli 2016 geplant, doch die Erkrankung einiger wichtiger Darsteller war dann dafür verantwortlich, dass die traditionelle Abschlussvorstellung am Ende der 5. Jahrgangsstufe ins neue Schuljahr verlegt werden musste. „Das hat sich im Nachhinein aber als positiv herausgestellt“, ist sich Doris Wehle sicher, „da die Schüler nun reifer und professioneller an die Sache herangegangen sind“.



Der brausende Applaus am Ende der Vorstellung gibt ihr Recht und ist neben den kleinen Leckereien vom Elternbeirat des JEG für die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen die verdiente Belohnung für ein Jahr intensiver und anstrengender Vorbereitung.

Weitere Impressionen der Aufführung sind in der Bildergalerie zu finden.  
 
Text: Alexander Thum