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Abiturjahrgang 2011 (G9)

„Ihr könnt viel bewegen – tretet fest auf!“

Letzter G9-Jahrgang feierte am JEG seinen erfolgreichen „Gipfelsturm“

„Gipfelsturm“ lautete das Motto des Abiturgottesdienstes in der Elsenfelder Christkönigskirche, den die Abiturienten des Julius-Echter-Gymnasiums unter der Leitung von StD Siegfried Brehm einfühlsam und oft mitreißend gestaltet hatten, und um den „Gipfel“ ging es auch bei der Abiturfeier im stimmungsvoll geschmückten Bürgerzentrum, die unter dem Motto stand: „G9-Gipfel, nach uns geht’s bergab!“ 73 Schülerinnen und Schüler erhielten aus den Händen von Schulleiter Günther Siegel einen Ausdruck der Abiturergebnisse, der ihnen bestätigte, die Reifeprüfung bestanden zu haben, und ihnen die Möglichkeit gab, sich mit diesem Dokument jetzt schon zu bewerben. Das offizielle Abiturzeugnis darf bayernweit aus organisatorischen Gründen erst ab 2. Mai ausgehändigt werden.
Die Feier gewann durch die abwechslungsreiche musikalische Umrahmung an Atmosphäre: Die Schulband „Julius’ Quintett“ begeisterte mit den anspielungsreichen Titeln „Es wird alles vorüber gehen“ von den Toten Hosen genau so wie mit Leonhard Cohens „Hallelujah“ und zum Abschluss mit Cluesos „Gewinner“, Denise Waidelich sorgte bei ihrer eigenen Abiturfeier mit ihrer tollen Stimme im Bürgerzentrum bei Whitney Houstons „One moment in time“ für Gänsehaut und vier Schülerinnen der Q11 bewiesen bei „The Rose“ Harmonie und hohe Musikalität.
 
Schulband

Die Ansprachen trugen zum harmonischen Gesamtbild bei: Als Vertreter des Landrats im Amt gratulierte Dietmar Fieger den Abiturienten dazu, dass sie „sicher durch die Untiefen des letzten G9-Jahrgangs geführt wurden“, Bürgermeister Matthias Luxem rief die Jungen und Mädchen in „unserem Wohnzimmer“ zu „Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein“ auf und erinnerte daran, dass Leistung und Erfolg nicht alles seien und soziales Verhalten nie vergessen werden dürfe. Für den Freundeskreis lud Joachim Oberle „die letzten G9-Mohikaner“ dazu auf, der Schule die Treue zu halten und neue Schülerjahrgänge an ihren Erfahrungen in der Ausbildung und im Berufsleben teilhaben zu lassen.
„Ihr könnt viel bewegen – tretet fest auf!“ mahnte der Elternbeiratsvorsitzende Albert Schott, der für die Bildungspolitik durchaus kritische Worte fand, dann aber lobte: „Ihr habt es am JEG gut getroffen“ und vor allem die sozialen Kompetenzen hervorhob, auf die am Elsenfelder Gymnasium viel Wert gelegt werde. StD Roland Jalowitzki zeichnete als zuständiger Kollegstufenbetreuer den Weg des Jahrgangs bei seinem Versuch, den Gipfel zu erreichen, nach, sprach von „Seilschaften“ und „Steilhängen“, mahnte: „Der Gipfel ist nicht das Ende!“, lobte vor allem „viele engagierte Bergkameradinnen“ in der K13 und schloss mit dem Satz: „Jeder muss seinen Weg finden!“
Patrick Seidler, als Texter unterstützt von Felix Watzka, hielt eine eher witzige, manchmal etwas ironische Abiturrede für die K13, indem er über den angeblichen „Geniestreich des bayerischen Landtags“, das achtjährige Gymnasium, räsonierte und fragte: „Was bringt es überhaupt?“ Er sprach vom Weg zum 9000-Meter-Gipfel, der am Ende immer steiler geworden sei, aber auch viel schöne Momente gehabt habe.
Schulleiter OStD Günther Siegel hielt sich in einer witzigen Rede mit durchaus kritischen Tönen konsequent an das Bild der Gipfeltour und hob unter Beifall hervor, dass „alle 73 Bergsteiger“ den „Anstieg auf Anhieb geschafft“ hätten – ob „Fußkranke“, „Wanderer“ oder „ehrgeizige Gipfelstürmer“. Im Rückblick verriet er, dass Lehrer und Schulleitung als „Bergführer“ mehr als einmal über Entscheidungen des „Tourismusverbands“ – unverkennbar das Kultusministerium – gestaunt hätten, über „neue Wege, neue Karten“, auch über den „G9-Gipfel“, der lange „Zeit im Nebel verborgen“ geblieben sei. Auch wenn am Ende beim Abitur überraschende „Aufstiegshilfen“ des Tourismusverbandes, der oft eher „reagiert, als regiert“ habe, gefehlt hätten – im Klartext: Es war eine Abiturprüfung wie in all den Jahren zuvor -, sei das Ergebnis am JEG sehr erfreulich: Immerhin erreichten fast 25 Prozent der Prüflinge einen Abiturdurchschnitt mit einer 1 vor dem Komma – fast ein Rekord in der 32-jährigen Abiturgeschichte am JEG. Lob gab es zum Schluss für den Landkreis Miltenberg, der beim Gipfelsturm „immer für eine beheizte Hütte“ gesorgt habe. 
Den Beleg für die Qualität des Jahrgangs gab es nach der Ausgabe der Bescheinigungen: Vier Schülerinnen erhielten vom Landratsamt die Anerkennung für ihre landkreisbezogene Facharbeit, die angekauft worden war, Valerie Muschik konnte den Hilde-Domin-Preis für die beste Arbeit im Fach Deutsch entgegennehmen, den heuer der Freundeskreis finanzierte, und Benjamin Bohlender, der einen Notendurchschnitt von 1,0 erreicht hat, bekam den Preis einer Stiftung für seine Facharbeit im Leistungskurs Latein überreicht.
 
Abi 2011 (G9) - Die Besten
Die besten „Gipfelstürmer“: Neun Schülerinnen und Schüler erzielten bei der Reifeprüfung des letzten G 9-Jahrgangs am Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld einen Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,5. Auf dem Bild v.l.n.r.: Schulleiter OStD Günther Siegel, Rebecca Lapresa, Enrico Cacciatore, Felix Schreiber, Lisa Marek, Meike Kollmannthaler, Benjamin Bohlender, Valerie Muschik, Marina Reus, Tina Reis und der Vorsitzende des Elternbeirats Albert Schott.
 

73 Schülerinnen und Schüler der K13 haben die Reifeprüfung mit Erfolg abgelegt:

G9-Abiturjahrgang 2011
Der G9-Abiturjahrgang 2011 am JEG – Klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Ansicht

Denise Waidelich (Dammbach), Janis Bauer, Lisa Borkowski, André Gaugenrieder, Katharina Hartlaub, Sophie Jungmann, Julia Koch, Viola Kohlhepp, Marco Kruppa, Sabrina Mayer, Thomas Oberle, Alisa Pich, Andrea Reichert, Robert Sadowski, Tobias Schönig, Felix Schreiber, Burcu Sevic, Larissa Walleczek, Andreas Weiskopf (alle Elsenfeld), Benjamin Bohlender (Erlenbach), Lena Breitenbach, Verena Herr, Julia Pfeifer, Madeleine Schmitt (alle Eschau), Vanessa Kunkel, Julian Werner (beide Großwallstadt), Daniel Aigner, Enrico Cacciatore, Stephan Poll (alle Hausen), Julian Reis (Heimbuchenthal), Meike Kollmannthaler, Sebastian Wachsmann (beide Höchst), Christoph Erbacher, Anne Horlebein, Sebastian Lang, Tina Reis, Aylin Vural (alle Kleinwallstadt), Verena Bernard, Meike Drechsler, Svenja Milautzcki, Peter Schneider, Patrick Seidler (alle Klingenberg), Samora Anna Azevedo, Lisa Fischer, Jonas Scherf (alle Leidersbach), Vanessa Olt (Lützelbach), Valerie Muschik, Hannah Rothermich (beide Mömlingen), Daniel Köttner (Niedernberg), Stephanie Berninger, Ayberk Caliskan, Marion Castritius, Christoph Deckelmann, Ruveyda Dogan, Elena Eidel, Sabrina Ferling, Anja Fischer, David Fuchs, Susanne Helleiner, Konstantin Köhler, Leonhard Koehler, Rebecca Lapresa, Lisa Marek, Ceren Özkaner, Sarah Pospischil, Nicolette Terpstra, Felix Watzka, Katharina Wurtinger (alle Obernburg), Jonathan Schwab (Röllbach), Angelika Dankert, Marina Reus (beide Sulzbach), Marlene Ott, Simon Zöller (beide Wörth).
 

Text und Bilder: Heinz Linduschka, Main-Echo