Login

 

Großzügige Spende

Großzügige Spende der JEG-Abiturienten

Abi-Jahrgang 2009 ist und bleibt ein „Prädikatswein“

„Die Kinder sind ganz aus dem Häuschen und auch wir haben uns sehr gefreut, dass die Abiturienten des JEG an uns gedacht haben“ – Sonderschulrektor Franz Knauer, den Lehrkräften und den Schülern der Janusz-Korzak-Schule Elsenfeld war die Freude anzusehen, als zwei Abiturientinnen des Julius-Echter-Gymnasiums vom Jahrgang 2009 am Samstag mit einer beachtlichen Spende ins Schulzentrum kamen. Julia Hans und Kerstin Frieß haben vor knapp fünf Monaten am JEG ihr Reifezeugnis entgegennehmen können, und nun beschenkten sie und ihre 83 MitschülerInnen ihre alte Schule und vor allem die Korczak-Schule. Mit verschiedenen Aktivitäten, vor allem mit zwei Kollegstufenpartys hatten sie nicht nur ihren Abiturball finanzieren können, sondern sogar noch eine Menge Geld übrig behalten. 1000 Euro bekommt der Elternbeirat des JEG, als Dank für die Arbeit und für die Hilfe, die seine Mitglieder immer wieder leisten: „Ohne ihre Hilfe hätte es mit unserem Abiturball nie und nimmer so gut geklappt“, versicherte denn auch Julia Hans Silvia Feußner, die für den Elternbeirat des JEG die Spende entgegennahm. Über 2500 Euro darf sich die Janusz-Korzak-Schule freuen, und das „in einer Zeit, in der Spenden rar geworden sind“, wie Petra Monheim sagte, die auch für die Mittagsbetreuung an der Schule zuständig ist. Der Schulleiter wies darauf hin, dass das Geld auch dazu verwendet werden soll, sozial schwächeren Kindern und solchen mit schwieriger häuslicher Situation finanzielle Unterstützung zu bieten, beispielsweise wenn es darum geht, sich ein warmes Mittagessen an der Schule leisten zu können. „Gerade für diese Kinder ist eine vernünftige Ganztagsbetreuung besonders wichtig“, betonte Rektor Knauer, der darauf hinwies, dass in den letzten Jahren die Zahl der Familien, denen es schwer fällt, das Geld für das ohnehin günstige Mittagessen aufzubringen, spürbar zunehme. Auch Besuche in der neu entstehenden Eisbahn oder zwei, drei gesellige Stunden beim Kegeln sollten nun auch für die Mädchen und Jungen möglich werden, für die solche Ausgaben bisher problematisch waren.
 
Für Kerstin Frieß, eine JEG-Abiturientin, war klar, dass damit genau der Wunsch des Abiturjahrgangs erfüllt wurde: „Wir wollten das Geld vor Ort spenden und auch sehen, wofür es ausgegeben wird.“ Ein schöner Beweis dafür, dass der Bericht über den Jahrgang 2009 im Main-Echo zu Recht mit dem Satz begonnen hatte: „Mit Abiturjahrgängen ist es wie mit Wein, es gibt Jahre, in denen ‚nur’ Tafelwein abgefüllt werden kann, und es gibt Jahre, die größtenteils aus Prädikatswein bestehen. Genau so ein Jahrgang wurde am JEG heuer mit dem ‚Weinsiegel’ Abitur auf den Markt von Studium und Beruf entlassen.“ Vielleicht werden in kurzer Zeit Janusz-Korzak-Schüler mit einem neuen Einrad fahren, ein Vergnügen, auf das sie ohne die Spende auch noch länger hätten warten müssen. Und auch die Abiturienten sind nicht ganz mittellos: Das restliche Geld reicht immerhin noch, um im nächsten Sommer – ein Jahr nach dem Abitur – eine Klassenparty zu finanzieren.
 
Text und Bild: Dr. Heinz Linduschka