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JEG-Theater „Hilfe die Herdmanns kommen!“

Weihnachten mal ganz anders: turbulent und zutiefst menschlich

Samstag, 9.Dezember, 19 Uhr, sollten sich alle im Terminkalender anstreichen: Freunde eines traditionellen Weihnachtsfestes und auch diejenigen, die im Dezember unter allzuviel Süße und Süßlichkeit leiden. Die einen können dann in Erlenbachs Kirche St. Peter und Paul miterleben, dass ein Krippenspiel nicht unbedingt besinnlich und ein bisschen etwas langweilig sein muss, und die anderen werden erfahren, dass ge-rade Menschen, die mit der christlichen Tradition scheinbar gar nichts am Hut haben, das Geschehen rund um Christi Geburt viel besser verstehen können als diejenigen, denen die wahre Botschaft des Weihnachtsfestes unter dem Geröll von Tradition und Konsumrausch längst verschüttet wurde.
Barbara Robinsons kleiner Roman „Hilfe, die Herdmanns kommen!" wurde vor 45 Jahren von Nele und Paul Maar ins Deutsche übersetzt und hat es seitdem auf Tausende von Schulbühnen geschafft – und nicht nur auf die. Kurz zum Inhalt, wie er auf dem Klappentext steht: „Die Herdmann-Kinder sind die schlimmsten Kinder aller Zeiten. Sie lügen, klauen, rauchen Zigarren (auch die Mädchen) und bringen die Nachbarn zur Verzweiflung. Jetzt haben sie es sogar geschafft, sämtliche Rollen in dem Krippenspiel zu bekommen, das zu Weihnachten aufgeführt werden soll. Natürlich erwartet jeder das schlimmste Krippenspiel aller Zeiten. Aber es kommt ganz anders …"
Wie es kommt, soll hier nicht verraten werden, nur so viel: Die Aufführung, die am Samstag in Erlenbachs Kirche zu sehen sein wird, wird auch die begeistern, die schon die eine oder andere Bühnenfassung des Buchs der amerikanischen Autorin gesehen haben. Christina Hessel, Lehrerin am JEG Elsenfeld, hat seit vielen Jahren großen Erfolg mit ihren Schultheateraufführungen. Sie hat den Text bühnen- und zeitgerecht umgeschrieben und ergänzt. 30 Mädchen und Jungen aus den Klassen 6 bis 12, verstärkt durch „Ehemalige" und durch Lehrkräfte, werden in der Kirche das turbulente Geschehen witzig und temperamentvoll präsentieren. Das Besondere: Philipp Hessler wird auf der Albiez-Orgel die Geschichte musikalisch umrahmen und mit der Musik einen ganz besonderen Akzent setzen. So ganz nebenbei darf man sich auf eine Weihnachtsbotschaft freuen, die im Jahr 2017 aktueller und wichtiger denn je ist und deshalb mit der Kirche genau die richtige Bühne gefunden hat.

Der Eintritt ist frei. Das Stück beginnt am Samstag, 9.Dezember, in St.Peter und Paul um 19 Uhr und wird eine gute Stunde dauern.
Heinz Linduschka

 
05.12.2017 16:01:31 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster