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Bundeswehroffizier zu Gast am JEG

Über die Herausforderungen internationaler Sicherheitspolitik

Am 25. September 2017 versammelten sich alle Schüler der Jahrgangsstufe Q12 des Julius-Echter-Gymnasiums im Hilde-Domin-Saal der Schule, um den Vortrag des Bundeswehroffiziers Jonas Heim zu hören.
Der Vortrag mit dem Thema „Die zentralen Herausforderungen internationaler Sicherheit“ war von der Fachschaft Sozialkunde organisiert worden; somit konnte nämlich aus Expertensicht ein Themenschwerpunkt im Fach Sozialkunde der Oberstufe abgedeckt werden.
Jonas Heim dient seit 2006 bei der Bundeswehr und hat als Jugendoffizier u. a. die Aufgabe, den Kontakt zwischen Truppe und Schulen zu intensivieren. Zu Beginn des Vortrags diskutieren die Schüler über eine mögliche Definition von Sicherheit. Hierbei stellt sich schnell heraus, dass eine eindeutige Definition schwierig zu finden ist und es vielmehr verschiedene Definitionsmöglichkeiten gibt.
Anschließend nennt Heim den Schülern eine wichtige Zahl: Im Jahr 2016 gab es weltweit 65,6 Millionen Flüchtlinge. Dies markiert die höchste Flüchtlingsanzahl, die nach dem 2. Weltkrieg erfasst wurde. Anhand einer Weltkarte wird deutlich, dass die meisten dieser Flüchtlinge aus Zentralafrika emigrieren. In diesem Zusammenhang fällt auch der Begriff des Fragile-State-Index (FSI): Dieser zeigt Staaten, die unter instabilen politischen Herrschaftssystemen zusammenzubrechen drohen oder bereits zusammengebrochen sind. Aktuell ist Somalia das instabilste Land auf der Welt.
Die Aufgabe der Bundeswehr besteht auch darin, so Heim weiter, instabile Staaten wie zum Beispiel Somalia, Mali und Afghanistan im Auslandseinsatz zu unterstützen, um die Perspektive der dort lebenden Menschen zu verbessern und somit gleichzeitig auch die Flüchtlingszahlen zu verringern.
Anhand des Beispiels Syrien zeigt Heim abschließend politische Herausforderungen für die Weltgemeinschaft und für die Bundesrepublik auf. Dort brach vor sechs Jahren der Bürgerkrieg durch Proteste gegen das Assad-Regime aus. Die anfänglichen Spannungen eskalierten schnell und führten zu einem noch heute andauernden bewaffneten Konflikt. Die Folgen sind verheerend: Es gibt Tote im sechsstelligen Bereich, der Staat leidet unter völliger Zerstörung und auch die Ressourcen sind knapp bemessen.
Die internationale Entwicklung beeinflusst also Europa, und die deutsche Bundesregierung zeigt folglich deutlich mehr Engagement in Nordafrika und der Sahelzone. Die zentrale Herausforderung für die internationale Sicherheitspolitik besteht aktuell aber im fundamentalistischen Terrorismus.
Die Schüler des JEG gingen so bestens über die Sicherheitspolitik informiert aus dem Vortrag.
Sophia Olt, Q12
 

 
16.10.2017 16:03:48 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster