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Schneesportwochenende 2016

Impressionen der Fahrt sind unter diesem Link zu finden.

Anfang dieses Jahres waren wir – der Additumskurs Q12 – mit unserem Kursleiter, Herrn Ziegler, und der begleitenden Lehrkraft Frau Langermann für ein Wochenende (15.01 - 17.01) in Saalbach Hinterglemm Skifahren. Geplant war, um 15.00 Uhr mit Habermehl Skireisen von Hösbach aus zu starten und gegen 22.00 Uhr in unserer Unterkunft anzukommen, um am nächsten Morgen pünktlich auf der Piste stehen zu können. Doch daraus wurde nichts, da der Bus eineinhalb Stunden Verspätung hatte. Letztendlich kamen wir gegen 1 Uhr an, was die Folge hatte, dass wir allesamt übermüdet ins Bett fielen. Am nächsten Tag fuhren wir um 10.00 Uhr mit dem Bus zum Skilift, von wo aus wir mit der Gondel hoch zum Schattberg transportiert wurden. Oben angekommen hieß es dann für alle, Skier und Snowboard angeschnallt und „Los geht’s!“. Für die Skianfänger unter uns war dies zuerst ein Schock, da die Sichtverhältnisse eingeschränkt waren und sich die blaue Piste als fast unüberwindbares Hindernis herausstellte. Nach gefühlten zwei Stunden hatte es auch der/die Letzte bis hinunter an die Sesselliftstation geschafft. Danach wurde entschieden, dass es wohl das Beste sei, die Gruppe aufzuteilen. Die Anfänger übten unter Aufsicht einer Lehrkraft an der blauen Piste, wohingegen die anderen auf der roten, oder nach Belieben auch auf der schwarzen Piste hinunter zur Mittelstation "Schattberg X-Press" fuhren. Gegen 16.00 Uhr beschlossen die Lehrer aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse, dass die gesamte Gruppe mit der Gondel hinab ins Tal fahren solle. Dort deponierten wir unsere Skier im Bus und machten uns in voller Skimontur auf die Suche nach einer Bar. Frau Langermann und die Mädchen wurden schnell fündig und ein freundlicher Herr lud uns ein, an seinem Tisch Platz zu nehmen.



Anschließend kam es zum ersten Duell: Schüler gegen Lehrer, ausgetragen in Form einer Schneeballschlacht inmitten der Fußgängerzone. Die Lehrer hatten trotz guter Zielgenauigkeit natürlich keine Chance und wurden von den zahlenmäßig überlegenen Schülern bombardiert. Gegen 19.00 Uhr ging es dann zurück in die Unterkunft. Nachdem sich alle umgezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zur Pizzeria. Das Essen dort war sehr lecker, doch so manch einer hatte mit der Größe der Portion zu kämpfen. Der gemeinsame Abend endete erst gegen 23.00 Uhr, da die ein oder andere aufschlussreiche Information über unsere Schulfamilie ausgepackt wurde. Am nächsten Morgen machten wir uns schon um 8.30 Uhr mit dem gesamten Gepäck im Bus nach Saalbach auf. Dort angekommen fuhren wir mit der Bernkogelbahn hinauf ins Skigebiet. Die Sichtverhältnisse und der Schnee waren am zweiten Tag wesentlich besser, außerdem war wenig Betrieb. Dadurch war die perfekte Grundlage für einen schönen Skitag gegeben, was man an den Fortschritten der Schüler/innen deutlich sehen konnte. Hannah, welche zu Anfang mit viel Respekt den Hang hinunterblickte, fuhr an ihrem zweiten Skitag in schönen Bögen und mit guter Haltung die Pisten hinab. Auch Dominik, der dieses Wochenende zum ersten Mal auf Skiern stand, ließ sich nicht davon einschüchtern, dass er anfangs bei jedem Bogen seine Skier verlor, sondern er schnallte sie sogleich wieder an und traute sich nach kurzer Zeit sogar eine anspruchsvollere Piste zu fahren. Gegen Ende wurde er immer sicherer. Dominique tastete sich langsam nach sechs Jahren wieder an das Skifahren heran und war trotz Angst zu stürzen mit voller Freude dabei. Unser absolutes Naturtalent im Snowboarden war Jonas. Wohl aufgrund des „positiven Transfers“ aus seinen Skateboard-Grundlagen fuhr er von Beginn an gekonnt den Hang hinunter, wobei es ihn etliche Male „sauber zerlegte“. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, sofort wieder voller Eifer auf die Beine zu kommen und weiterzufahren. Anna-Lena, welche ebenfalls auf dem Snowboard unterwegs war, hatte leider etwas Pech. Sie stürzte am zweiten Tag ungeschickt und verletzte sich am Knie. Henning stand nicht zum ersten Mal auf Skiern und meisterte somit souverän die roten Pisten. Jana erwies sich mit viel Erfahrung als „alter Skihase“. Unsere beiden Skilehrer Herr Ziegler und Frau Langermann waren besonders anfangs damit beschäftigt, die Gefallenen aufzusammeln und dafür zu sorgen, dass jeder heil unten ankam. Herr Ziegler zeigte sich durchwegs geduldig und gut gelaunt, obwohl er selbst im Skifahren zurückstecken musste und wir so seine ausgezeichneten Skikenntnisse nur sporadisch zu Gesicht bekamen. Frau Langermann heiterte uns auch bei schlechtem Wetter mit ihrem sonnigen Gemüt auf. Wir hätten wohl keine besseren Begleitpersonen haben können. Gegen 15.00 Uhr hieß es dann Abschied nehmen, und wir durften zum letzten Mal hinunter zur Talstation fahren. Der Großteil der Gruppe nahm mit unserer Verletzten die Gondel. Am Bus angekommen durften wir uns im Bus oder nach Belieben auch außerhalb bei circa -10° umziehen und starteten um 16.00 Uhr wehmütig, aber voller positiver Eindrücke Richtung Heimat. Eigentliche Ankunftszeit hätte 23.00 Uhr in Hösbach sein sollen. Doch verzögerte sich diese aufgrund einer Vollsperrung am Irschenberg und wir kamen schließlich gegen 3 Uhr morgens an. Trotz des Staus musste sich keiner langweilen, die Fahrt verlief sogar äußerst amüsant. Wir spielten mehrere Stunden lang UNO, wobei unsere lieben Lehrer leider wieder eine Niederlage einstecken mussten und Platz 8 bzw. 9 belegten. Da können sie wohl noch einiges von uns lernen. Auch unsere drei Jungs, welche in der letzten Reihe saßen und sich zu einer „Mafia“ zusammengeschlossen hatten, konnten sich den Sieg nicht holen.
Dieses Skiwochenende war ein unglaublich schönes Erlebnis, bei welchem wir viel Spaß hatten und einiges gelernt haben. Wir wären sicher alle gerne länger geblieben, jederzeit würden wir wieder an einem derartigen Ausflug teilnehmen.

Vielen Dank, Ihre „tolle Truppe“!

 
Dominique Fecher und Jana Lindner, Q12