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Jugend forscht am JEG

IconMit einem fliegendem Auto zum Regionalsieg

Inspiriert von dem Hollywood Blockbuster „Zurück in die Zukunft II“ aus dem Jahr 1989, welcher im Jahr 2015 spielt und in dem Autos durch die Stadt fliegen, hatten sich die beiden Schüler Tristan Schuler (17) und Noel Wierschen Fernandes (16) vom Julius-Echter-Gymnasium vorgenommen, den Traum von einem fliegenden Auto zu erfüllen.

Den Entwurf hatten die beiden mit Hilfe der CAD-Konstruktionssoftware „Solid Works“ am Computer entworfen. Aber dabei ist es nicht geblieben. Das 87cm lange und ferngesteuerte Auto gibt es wirklich. Es besteht unter anderem aus unzähligen elektronischen Bauteilen, die auf einem extra angefertigten Karbonfaserchassis untergebracht sind. Herzstück sind vier, in die Karosserie integrierten Impeller (ein von einem Gehäuse umschlossener Propeller), die einen senkrecht startenden Flug ermöglichen. Dass das Projekt tatsächlich realisiert werden konnte, verdanken die beiden Jungforscher vor allem der Firma „bsb Robot Systems“ in Aschaffenburg, die einen Großteil der Kosten übernahm. Dass es sich dabei um ein größer angelegtes Projekt handelt, zeigt die weitere Beteiligung der Firma WIKA in Trennfurth, die den beiden Schülern ohne Berechnung von Kosten Teile aus dem 3D-Drucker für die ebenfalls selbst konstruierte Karosserie anfertigten. Der von der GÖDE-Stiftung in Waldaschaff gestiftete 3-D Drucker ermöglichte den beiden Schülern, kleinere Bauteile (z.B. Felgen) selbst zu drucken.
Bei dem diesjährigen Regionalausscheid am 26. und 27. Februar 2015 im Industrie-Center-Obernburg konnten die beiden technikbegeisterten Tüftler ihr fliegendes Auto dann endlich einer Jury und der Öffentlichkeit präsentieren und wurden mit dem ersten Preis in der Kategorie „Technik“ ausgezeichnet.

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Damit ging der Traum vom fliegenden Auto in die Verlängerung. Die lange Anfahrt zum Landesfinale von Jugend forscht in Regensburg mussten die beiden aber noch mit einem „normalen“ Auto antreten. Dort reichte es immerhin für einen Sonderpreis der nationalen Organisation NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie). Tristan darf ein Praktikum bei der bayerischen Akademie der Wissenschaft in München absolvieren und Noel freut sich schon auf zwei spannende und informative Wochen bei der DLR (Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt) in Berlin.
Und vor allem sind die beiden der Vision des bekannten Autobauers Henry Ford ein Stück näher, der vor 75 Jahren sagte:“ Merk die meine Worte: Eine Kombination aus Flugzeug und Auto wird kommen. Vielleicht lachst du, aber sie wird kommen.“
 
Jörg Giegerich, betreuende Lehrkraft