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Jugend präsentiert Schule

Das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld erfüllt die Qualitätskriterien von Jugend präsentiert zur Förderung der Präsentationskompetenz von Schülerinnen und Schülern in den naturwissenschaftlichen Fächern und wurde beim Bundesfinale 2016 in Berlin als „Jugend präsentiert Schule“ ausgezeichnet. 
 
Wir sind bestrebt, die Präsentationskompetenz unserer Schülerinnen und Schüler zu verbessern und greifen hierfür auf die tollen Materialien zurück, die von dem Team um Prof. Dr. Olaf Kramer vom Rhetorik-Lehrstuhl der Universität Tübingen konzipiert wurden. Diese schulen die rhetorische Situationsanalyse, eine schlüssige Argumentation, einen logischen Aufbau, den richtigen Medieneinsatz und eine überzeugende Performanz.

Weitere Informationen zu „Jugend präsentiert“ sind unter folgendem Link zu finden: http://www.jugend-praesentiert.info
 
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Wie setzen wir das tolle Projekt an unserer Schule um?
 
- Wahlunterricht Jugend präsentiert (Vorbereitung auf den Wettbewerb, verschiedene Workshops…)
- Methodentage (zweitägig) für die 8. Jahrgangsstufe
- Enrichmentkurs „science notes: Jugend präsentiert Bionik“
- Schulinterne Fortbildungen, zu denen wir auch Lehrkräfte benachbarter Schulen einladen
- Multiplikatoren (OStR J. Giegerich, StRin A. Giegerich, StDin S. Schneider, OStR M. Heumann)

Nähere Details zeigt folgendes Video:  https://www.youtube.com/watch?v=RtocD0O8YXM
 
Wir sind am JEG sehr daran interessiert, Jugend präsentiert weiter voranzubringen!

Deshalb haben wir am 23. Januar 2017 ein Netzwerktreffen organisiert, zu dem 16 Lehrer und Lehrerinnen aus 12 verschiedenen Schulen anreisten - und das nicht nur von benachbarten Schulen, sondern sogar aus dem benachbarten Bundesland Hessen. Im Vordergrund des Treffens stand der gegenseitige Austausch von Erfahrungen mit dem Einsatz von Jugend präsentiert im schulischen Alltag zwischen den Multiplikatoren. Außerdem wurden aktuelle Entwicklungen des Projektes sowie neue Materialien vorgestellt. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Vorstellung der Software Videoscribe, mit der sich professionelle Erklärvideos herstellen lassen.



Qualifikation Jugend präsentiert:
Und das nächste, große Event ließ nicht lange auf sich warten: Am 29. April durfte das Julius Echter Gymnasium eine Qualifikationsrunde für den diesjährigen Wettbewerb ausrichten.
Insgesamt 270 Schülerinnen und Schüler (von 1100) haben die Jury in der aktuellen Wettbewerbsrunde mit ihrem Bewerbungsvideo überzeugt und wurden zu einer von sechs regionalen Qualifikationsrunden bundesweit eingeladen. Und da wurde es nochmal richtig spannend, denn hier mussten die Teilnehmer/innen ihr Thema noch einmal mit analogen Medien vor einer Jury live präsentieren.

Hanna Rieger (Q11) und Adrienne Finzsch haben über die Quali ein tolles Video produziert. Viel Spaß
https://www.youtube.com/watch?v=-KbAIbHKGKw&list=PL4J769iqHC64035imCnjPS2nTugTPMBJn&index=2

Und wie so eine Qualifikation genau abläuft, hat Erona Tasholi (Q11) als Blog zusammengefasst:

Blog von Erona:
8:00 Uhr Bayern, Elsenfeld, Julius-Echter Gymnasium, Aula
Hier bin ich also, an einem Samstag (dem 29.04., um genau zu sein) in der Schule.
Aber bin ich traurig darüber?
Auf keinen Fall! Denn ein Team von vielen JEG-Schülern, mir eingeschlossen, und unserem Lehrer Herr Giegerich, der das alles initiiert hat, hat heute eine Aufgabe - die Qualifikationsrunde von Jugend präsentiert austragen.
Und obwohl Elsenfeld selbst nicht so groß ist, hat es schon sehr viele Leute hierhergezogen, ganze 72, um genau zu sein!
Und dass das alles reibungslos abläuft, damit alle Aufsteller aufgestellt und Juryräume juryraumtauglich gemacht wurden, dafür sorgen wir jetzt!
9:30 Uhr, Aula
Jetzt ist die offizielle Begrüßung. Die Teilnehmer sind alle schon da und geben eine sehr interessante Menge ab - mit Plakaten, Gitarren oder sogar Pflanzen vollgepackt sind sie eingetroffen und sitzen jetzt, erwartungsvoll und gleichzeitig aufgeregt, im Publikum, während sie sich die Rede unseres Landrates Herr Scherf anhören, der noch einmal unterstreicht, wie wichtig Präsentieren für die Zukunft ist und dass Schüler, die Spaß daran haben, mehr als nur gewünscht und gefragt sind!
10:30 Uhr, Warm-Up-Räume
Der Name ist Programm! Jetzt wird aufgewärmt.
Zuerst wird einmal dafür gesorgt, dass auch alle sich kennenlernen - mit kreativen Kennenlernspielen. Und dann geht’s gleich schon los, Gestik, Mimik und Stimme sollen alle schon auf Hochtouren laufen, wenn es dann ernst wird.
Und wie wärmt man sich am besten auf?
Natürlich, indem man durch den Raum geht und dabei verschiedenste Gefühlslagen zeigen soll - ohne ein Wort, nur mit Körperhaltung.
Danach sollte man Personen nachstellen, wie zum Beispiel die liebe Angela Merkel, und schauen, ob sie auch erraten wird.
Es folgten Früchtename-Gefühlslagen-Spiele und danach sollte man die eigene Einleitung präsentieren, um sich Feedback abzuholen.
Wenn das nicht produktiv klingt!
12:28 Uhr, Mensa
Eines muss man der Jp-Organisation lassen - sie ist punktgenau.
Unsere Mensa ist voll von hungrigen Jurymitgliedern und Teilnehmern (und Helfern in den orangenen T-Shirts) und wir lassen es uns bei einem leckeren Essen gut gehen, bevor es dann schon an die ersten Präsentationen geht.
13:18 Uhr
Ich sitze jetzt neben dem siebzehnjährigen Fabian Plendl aus Würzburg und unterhalte mich mit ihm - er hat seine Präsentation jetzt schon hinter sich, aber weiß noch nicht, was die Jury sagen wird, die sich gerade berät. Er fühlt sich „aufgeregt und nervös, aber irgendwie auch erleichtert“ - cool wie ein Eisfrosch wirkt er auf mich (was übrigens sein Thema war und nein, die Idee kam nicht aus „Die Eiskönigin“ oder so, sondern, als er sich eine Doku angeschaut hat!)
13:33 Uhr
Katharina aus Großheubach hat auch ein sehr interessantes Thema gehabt - der Farbwechsel bei dem Chamäleon. Und alles lief gut - außer vielleicht, dass die Kreide abgebrochen ist, sagt sie. Und als ich sie frage, ob sie der Welt noch was Wichtiges zu sagen hat, antwortet sie lächelnd mit: „Nö.“
13:40 Uhr, Raum 5
Die Jury in Raum 5 ist überfleißig und ganze 6 Minuten vor ihrem eigentlichen Zeitplan, also frage ich mal nach, wie das denn so läuft bis jetzt. Dr. Gabriele Gottschalk antwortet optimistisch: „Super, so kann’s gerne weitergehen!“ Wie denn so eine super Präsentation ausschaut, beantwortet mir Rebecca Kremer, die darin ja Profi ist: „Sie muss anschaulich, adressatenorientiert und inhaltlich korrekt sein.“
14:12 Uhr
Anna Berlich ist zwar schon seit 2014 als Organisatorin dabei, aber es wundert sie jedes Mal aufs Neue, wie kreativ einige der Mitmachenden sind.
„Was das Beste an Jp ist? Die Schülerinnen und Schüler. Und das sage ich nicht einfach nur so, weil’s gut klingt. Wenn man euch alle kennenlernt und herausfindet, wie engagiert ihr seid, dann ist die Atmosphäre so inspirierend. Von wegen ‚die Jugend von heute‘ - dank euch mach ich mir keine Gedanken, das läuft sicher!“, sagt sie.
14:17 Uhr
Lorina Wetzel aus Wörth ist schon „ein alter Hase“ - sie hat letztes Jahr mitgemacht und war sogar auf Platz 7, knapp an der großen Bühne vorbei. Dieses Jahr probiert sie es nochmal und war für ihren Vortrag sogar kurze Zeit schwanger. „Es war nur ein Kissen, aber die Jury hat kurz sogar geglaubt, dass ich wirklich schwanger bin“. Sie berichtete ihnen nämlich von dem Rhesusfaktor und der Schwangerschaft. Sie selbst sieht Jp als eine Challenge  - und freut sich jedes Mal, wenn sie jemand neuen von ihrem Thema begeistern kann, sie hat Spaß am Gestalten und mag es, vor Leuten zu stehen - super Voraussetzungen hier!
14:21 Uhr, Ruhe-Raum
Ich bin im Ruhe-Raum und kann euch diesen Satz von dem coolen, kleinen Arthur einfach nicht vorenthalten: „Wir sind Alexandras mentalische Unterstützung!“
14:24 Uhr
Simon, David und Lukas aus dem Bayerischen Wald hatten es heute sicher besonders schwer. Ganze 4 Stunden sind sie gefahren und hatten die Nacht davor sogar ihren Tanzball gehabt (Side-Note: Simon hatte die hübscheste Tanzpartnerin, darauf ist er besonders stolz). Ihr Thema ist: „Wo ist Ant-Man?“ und sie stellten das Sted-Mikroskop, einen Nobelpreisgewinner, vor.
16:30 Uhr, Aula
Jetzt ist die Verkündung der Leute, die weiter nach Berlin gekommen sind.
Der Tag ging viel schneller rum, als gedacht, und alle Teilnehmer sind erleichtert, dass sie ihre Präsentationen so gut hinter sich gebracht haben.
Jugend präsentiert ist wirklich ein besonderer Wettbewerb – auch die, die nicht weitergekommen sind, freuen sich genauso mit den Finalisten mit und manche sagen mir auch schon fröhlich, dass sie es nochmal probieren werden und dass das hier auf alle Fälle eine super Erfahrung war!
Ich helfe jetzt erst einmal aufräumen und dann ist es auch schon wieder vorbei.
Bis Berlin!







Das Julius Echter Gymnasium bedankt sich bei Jugend präsentiert für diese große Ehre und hofft auch im nächsten Schuljahr wieder eine Qualifikation ausrichten zu dürfen.
 
Jörg Giegerich