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Festakt 50 Jahre Sozialwissenschftliches Gymnasium in Bayern

Eine Delegation des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld war Gast des Festakts anlässlich des 50jährigen Jubiläums der sozialwissenschaftlichen bayerischen Gymnasien im niederbayerischen  Landshut.

Horst Seehofer nimmt eine kurze Auszeit von der Flüchtlingskrisenbewältigung. Er sei froh, mal über ein anderes Thema sprechen zu können, so der Ministerpräsident Bayerns als Festredner anlässlich des 50sten Jubiläums des sozialwissenschaftlichen Gymnasiums bzw. gymnasialen Zweigs am 18.09.2015 am Seligenthal-Gymnasium in Landshut.
Das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld mit seinem sozialwissenschaftlichen Zweig wurde vertreten durch den Elternbeiratsvorsitzenden Joachim Klein, den Schülersprecher Tim Tú Schnabel und dem für den Zweig zuständigen Mitglied der Erweiterten Schulleitung OStR Markus Alexander Thum. Angeführt wurde die Delegation durch den Sozialkunde-Fachbetreuer StD Ansgar Stich, der während der letzten sechs Jahre der zuständige Referent im Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), einer nachgelagerten Behörde des Kultusministeriums, in München war.


Horst Seehofer würdigte zunächst die gerade in der heutigen Zeit angesichts vieler politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen besonders wegweisenden Schwerpunkte der sozialwissenschaftlichen Gymnasien. In seiner unterhaltsamen und frei gehaltenen Rede würdigte er zudem die verantwortungsvolle Bedeutung der Profilschulen zur Erprobung der Mittelstufe-Plus, wie es auch das Julius-Echter-Gymnasium ist. Allerdings erfolgte dann doch der erwartete Exkurs zu den besonderen Fragestellungen der Flüchtlingskrise, u. a. auch hinsichtlich der Beschulung der Flüchtlingskinder. Den sozialwissenschaftlichen Gymnasien kommt in all diesen Fragen eine besondere Rolle zu, die sie auch deshalb gut wahrnehmen können, weil sie schon immer politische sowie gesellschaftliche Fragen besonders innovativ und vertieft angegangen sind.


In einem Podiumsgespräch wurde anschließend die Geschichte des Zweigs mit Zeitzeugen wie etwa einer der Gründungsmütter des Jahres 1965 Schwester Angela, der langjährigen Schulleiterin des Ursulinengymnasiums in Straubing, durch den Moderator Friedrich Wölfl, stellvertretender Schulleiter des Elly-Heuss-Gymnasiums Weiden i. d. O., ebenfalls ein Gründergymnasium, erörtert.
Einen Blick auf die politische Bildung als solche warf die Direktorin der politischen Akademie in Tutzing Prof. Dr. Ursula Münch. Sie forderte dezidiert eine Intensivierung der politischen Bildung im schulischen Umfeld und sieht in den Traditionen des sozialwissenschaftlichen Gymnasiums ein besonders prägendes Vorbild. 
Unterbrochen wurden die Redebeiträge durch ein glänzend aufgelegtes und hervorragend musizierendes Schulorchester und einem entsprechend niveauvollen Schulchor, so dass die Elsenfelder Abordnung insgesamt sehr bereichert und hoch motiviert den langen Rückweg antreten konnte. Die „stille Karriere“ des sozialwissenschaftlichen Zweigs, so der Titel einer u. a. von Herrn Stich herausgegebenen Festschrift, zieht hoffentlich eine wiederum mindestens 50jährige weitere erfolgreiche und fruchtbare Zeit nach sich. Das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld ist als sozialwissenschaftliches Gymnasium gerüstet!

Ansgar Stich