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Grundwissen Geschichte Jahrgangsstufe 9

Anleitung


Klicke auf die Balken mit den Grundwissensbegriffen, um die Beschreibungen aufzuklappen oder wieder zu schließen! So kannst du dein Grundwissen selbstständig überprüfen und einüben!
Viel Spaß und Erfolg wünscht dir die Fachschaft Geschichte!


1. Fähigkeit, den in Jahrgangsstufe 9 behandelten historischen Zeitraum anhand folgender Daten zu gliedern:

1918


Novemberrevolution

Der SPD-Politiker Philipp Scheidemann nach Ausrufung der Republik bei einer weiteren Rede am 9. November 1918
 

1923


Hitlerputsch

Ludendorff und Hitler – die Protagonisten des Putsches
 

1929


Weltwirtschaftskrise

Der „Schwarze Freitag“ an der New Yorker Börse
 

30. Januar 1933


Hitler Reichskanzler

Reichspräsident Hindenburg ernennt Hitler zum Reichskanzler
 

9. November 1938


Novemberpogrom

In der Reichskristallnacht steckten die Nazionalsozialisten Synagogen in Brand und zerschlugen Fensterscheiben jüdischer Geschäfte
 

1. September 1939


Beginn des Zweiten Weltkriegs

Am Ende des Krieges waren viele deutsche Städte zerstört – wie hier Dresden
 

20. Juli 1944


Attentat auf Hitler

Die zerstörte Lagebaracke nach dem Bombenattentat
 

8./9. Mai 1945


Bedingungslose Kapitulation Deutschlands

Unterzeichnung der Kapitulation
 

1946


Verfassung des Freistaats Bayern

Versammlung der Verfassungsgebenden Landesversammlung
 

23. Mai 1949


Verkündigung des Grundgesetzes der BRD

Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnet das Grundgesetz
 

1949


Gründung der beiden deutschen Staaten

Die beiden deutschen Staaten
 

17. Juni 1953


Aufstand gegen das DDR-Regime

Steine gegen sowjetische Panzer
 

1961


Mauerbau

Abschnitt der Berliner Mauer im Jahre 1978
 

1963


Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag

Unterzeichnung des Elysee-Vertrags
 

2. Fähigkeit, die folgenden historischen Begriffe zu verstehen, analytisch anzuwenden und sich mit ihrer Hilfe in Geschichte und Gegenwart zu orientieren:

Völkerbund


Internationale Organisation zur Förderung der Zusammenarbeit der Nationen und zur Gewährleistung des Friedens, 1920 auf Anregung des amerikanischen Präsidenten Wilson gegründet.

Woodrow Wilson
 

Weimarer Verfassung


Erste demokratische Verfassung Deutschlands, benannt nach dem Ort ihres Beschlusses (1919).

 

Inflation


Geldentwertung durch Vermehrung der umlaufenden Geldmenge in Volkswirtschaften mit Papiergeld.

Banknote aus der Weimarer Inflationszeit (1923)
 

„Machtergreifung“


30. Januar 1933; von den Nationalsozialisten gefeierter Tag der „Machtübernahme“.

Die Nationalsozialisten feierten ihre Machtübernahme am Abend mit einem Fackelzug durch das Brandenburger Tor.
 

Nationalsozialismus


Völkische, antisemitische, nationalistische Bewegung in Deutschland (1933-1945), die sich 1920 als Nationalsozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (NSDAP) organisiert und die unter Führung Adolf Hitlers 1933 eine Diktatur errichtet.

Selbstinszenierung einer Diktatur
 

Antisemitismus


Allgemeine Bezeichnung für die negative Einstellung gegen die als Minderheit in verschiedenen Staaten lebenden Juden.

Ab dem 23. November 1939 mußten Juden im von deutschen Truppen besetzten Polen, ab dem 1. September 1941 die Juden im Deutschen Reich den gelben Judenstern tragen
 

„Ermächtigungsgesetz“


Das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ (1933) bildet die Grundlage zur Errichtung der NS-Diktatur; gibt der Regierung unter Adolf Hitler die Ermächtigung, ohne Zustimmung von Reichstag und Reichsrat sowie ohne Gegenzeichnung des Reichspräsidenten Gesetze zu erlassen, die u.a. gegen die Weimarer Verfassung verstoßen.

 

„Gleichschaltung“


Unterordnung aller wichtigen Organisationen des öffentlichen Lebens unter die nationalsozialistische Politik und Ideologie.

 

„Nürnberger Gesetze“


Bezeichnung für das „Reichsbürger-Gesetz“ und das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ (1935), die zukünftig nur noch „Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes“ volle politische Rechte einräumen.

Plakat zu den "Rassegesetzen" von 1935
 

Systematische Vernichtung der europäischen Juden


Als Völkermord (Genozid) wird die Absicht bezeichnet, eine Bevölkerungsgruppe aus religiösen, rassischen, ethnischen oder nationalen Gründen völlig oder weitgehend zu vernichten; die Perfektion der systematischen Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten gilt als einzigartig.

Krematorium im KZ Buchenwald
 

Holocaust bzw. Shoa


Systematische Vernichtung der europäischen Juden während der nationalsozialistischen Herrschaft.

Massengrab im Konzentrationslager Bergen-Belsen
 

Konzentrations- und Vernichtungslager


In totalitären Staaten ein Mittel, um politische Gegner und missliebige Minderheiten systematisch durch Vergasung, Massenerschießungen, Zwangsarbeit, sadistische Quälereien, Seuchen oder Hunger auszuschalten oder zu beseitigen.

Lagertor von Auschwitz
„Arbeit macht frei“
 

Widerstand


Nach dem Widerstandsrecht ist es den Menschen erlaubt, sich aktiv (notfalls aber auch mit Gewalt) oder passiv zu wehren, wenn die Staatsgewalt die Menschenrechte oder die Verfassungsgrundrechte verletzt oder gar missachtet.

Sophie Scholl (mitte), deutsche Widerstandskämpferin in der Zeit des Nationalsozialismus, wurde wegen ihres Engagements in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet.
 

Münchner Abkommen


Das am 30. September 1938 von Großbritannien, Frankreich und Deutschland unterzeichnete Abkommen verpflichtet die Tschechoslowakei die Sudetengebiete zu räumen, die gleichzeitig von deutschen Truppen besetzt werden. Hitler erklärt daraufhin, keine weiteren territorialen Ansprüche mehr zu haben.

Münchner Abkommen 1938
(Chamberlaine, Daladier, Hitler, Mussolini und Ciano)
 

Konferenz von Potsdam


Auf der Konferenz 1945 beschließen die USA, Großbritannien und die UdSSR die Grundzüge für die Behandlung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg (u.a. „die 5 Ds“).

Potsdamer Konferenz: Die „Großen Drei“ im Schlossgarten Cecilienhof bei Potsdam im August 1945. Sitzend von links nach rechts: der britische Premier Clement Attlee, US-Präsident Harry S. Truman und der sowjetische Staatschef Josef W. Stalin.
 

Flucht und Vertreibung


Als Folge des verlorenen Weltkrieges kommt es zu einer riesigen Bevölkerungsbewegung (insgesamt 14 Mio. Menschen) von Deutschen von Ost nach West (Flucht vs. systematische Vertreibung).

 

Besatzungszonen


Einteilung des deutschen Territoriums nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg unter den vier Siegermächten, die als Besatzungsmächte agieren und ihr jeweiliges Territorium verwalten.

Die Besatzungszonen
 

Entnazifizierung


Bestreben der Alliierten nach 1945, Deutschland von nationalsozialistischem Gedankengut zu befreien, ehemalige Nazis zu bestrafen und die Deutschen zu demokratisieren.

Englische Karikatur zur Entnazifizierung
„Die Wurzeln müssen heraus“
 

Währungsreform


Ablösung einer alten durch eine neue Währung (1923 und nach dem Zweiten Weltkrieg).

Die „Deutsche Mark“ (1948-2001)
 

Deutsche Frage


Ungelöste nationale Frage, die durch die Teilung Deutschlands nach 1945 als Folge des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges entsteht; erst 1990 durch die deutsche Wiedervereinigung gelöst.

 

Kalter Krieg


1947 geprägter Begriff für den Ost-West-Konflikt, in dem beide Supermächte versuchen, angesichts einer atomaren Gefahr, einen „heißen Krieg“ zu vermeiden, aber gleichzeitig ihre Machtpositionen zu behaupten und auszubauen.

Seit den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagsaki stand die Welt der atomaren Bedrohung gegenüber
 

Westintegration


Wirtschaftliche und politische Einbindung der BRD in das westliche Bündnis, die u.a. durch den Eintritt in die NATO 1955 vollzogen wird und gleichzeitig wichtige Etappe auf dem Weg zur europäischen Einigung ist.

 

NATO


North Atlantic Treaty Organization: westliches Verteidigungsbündnis, 1949 gegründet vor dem Hintergrund der amerikanischen Eindämmungspolitik gegenüber der Sowjetunion.

NATO-Flaggen
 

Warschauer Pakt


1955 von der Sowjetunion gegründetes Gegenbündnis der Ostblockstaaten zur NATO.

 

Europäische Einigung


Stufenweise erreichter Einigungsprozess der europäischen Staaten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Nahostkonflikt


Politischer und z.T. militärischer Konflikt um das Existenzrecht des Staates Israel und die Rechte der Palästinenser an diesem Land sowie um die Gründung eines eigenen palästinensischen Staates.

 

Nord-Süd-Konflikt


In Anlehnung an den Begriff „Ost-West-Konflikt“; Interessenkonflikt zwischen reichen (vornehmlich nördlich des 30. Breitengrades liegenden) Staaten und armen Ländern (Entwicklungs- und Schwellenländer südlich davon).

Hungernde Kinder in Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Erde
 

UNO


Vereinte Nationen (United Nations Organization); 1945 als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes und zur Friedenssicherung gegründet; basiert auf Idee der Gleichberechtigung der Staaten und der Selbstbestimmung der Völker.

Verknotete Pistole vor dem UNO-Hauptsitz in New York als Symbol des Friedens