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Grundwissen Geographie Jahrgangsstufe 7

Anleitung


Klicke auf die Balken mit den Grundwissensbegriffen, um die Beschreibungen aufzuklappen oder wieder zu schließen! So kannst du dein Grundwissen selbstständig überprüfen und einüben!
Viel Spaß und Erfolg wünscht dir die Fachschaft Geographie!


1. Begriffe:

Aktivraum (⇔ Passivraum)


Teilraum eines Landes mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung und hoher Bevölkerungsdichte (v. a. durch Zuwanderung)
⇒ hohes Einkommen, viele Arbeitsplätze in Industrie und Dienstleistung, niedrige Arbeitslosenquote, hohes Durchschnittseinkommen. Zwischen dem Aktiv- und Passivraum bestehen Disparitäten (Unterschiede).

 

Aquakultur


Die kontrollierte Aufzucht von Fischen, Muscheln, Algen etc. (⇔ klassischer Fischfang in öffentlichen Gewässern). Haltung in Teichen oder Netzgehegen bei vollautomatischer Fütterung.

 

Bewässerungslandwirtschaft


Künstliche Zufuhr von Wasser (aus Grundwasser, Stauseen, Flüssen) auf landwirtschaftliche Nutzflächen in trockenen Gebieten durch Bewässerungskanäle oder Tröpfchenbewässerung ⇔ Trockenfeldbau (Regenfeldbau).

 

Boreal


Die boreale Zone befindet sich im Norden der nördlichen Erdhalbkugel (ca. 50. – 70. Breitengrad) und ist gekennzeichnet durch ein kaltgemäßigtes Klima. Die Vegetation umfasst Moore und den borealen Nadelwald (artenarm und sehr langsam wachsend).

 

Endogene Kräfte


Kräfte, die von innen auf die Erdoberfläche wirken durch Bewegung der Erdplatten
⇒ Gebirgsbildung, Vulkanismus, Erdbeben.

 

Energieträger: fossil erneuerbar ⇔ (regenerierbar, alternativ)


Rohstoff, der in Energie umgewandelt werden kann und dann als Nutzenergie (Heizwärme, Lichtenergie, mechanische Energie etc.) eingesetzt werden kann.

Fossile Energieträger (erschöpflich): über Jahrmillionen entstanden, z.B. Kohle, Erdöl, Erdgas, Kernbrennstoffe.

Regenerative Energieträger (erneuerbar / alternativ): z.B. Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Erdwärme.

 

EU-Binnenmarkt


Gemeinsamer Wirtschaftsraum der EU-Länder, in dem ein einfacher Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr möglich sein soll. Dies soll durch weniger Zölle und Wegfall der Grenzkontrollen erreicht werden.

 

Exogene Kräfte


Kräfte, die von außen auf die Erdoberfläche wirken.
⇒ Umgestaltung der von endogenen Kräften geformten Oberflächenformen durch Temperatur, Wind, Schwerkraft, chem. Reaktionen, Gletscher, Flüsse etc.
⇒ Verwitterung, Abtragung (Erosion) und Ablagerung (Sedimentation) von Material.

 

Extensive Landwirtschaft


Eine wenig aufwändige Form der Landwirtschaft (v.a. in Gebieten mit ungünstigem Klima, geringer Bodengüte oder großer Entfernung zum Absatzmarkt).
⇒ Hoher Flächenverbrauch, geringer Eingriff, niedrige Erträge (oft zur Subsistenz). Z.B. Extensive Weidewirtschaft: kein Futteranbau, keine Stallung der Tiere

 

Forstwirtschaft


Nutzung der Wälder bei gleichzeitiger Pflege und Erhaltung ⇔ Raubbau. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Holznutzung.

 

Golfstrom


Warme Meeresströmung, die ihren Ausgangspunkt im Golf von Mexiko hat und warmes Wasser quer über den Atlantik bis nach Nordeuropa bringt.

 

Hightechindustrien


Hochtechnologie-Produkte erfordern einen besonders hohen wissenschaftlichen und finanziellen Entwicklungsaufwand.

 

humid ⇔ arid


humid: Bezeichnung für das Klima eines Gebietes, in dem mehr Niederschläge fallen als verdunsten können ⇒ feucht.

arid: Bezeichnung für das Klima eines Gebietes, in dem weniger Niederschläge fallen als verdunsten können ⇒ trocken.

 

Industrialisierung


Entstehung und Ausbreitung der Industrie, besonders durch technische Neuerungen und Erfindungen (Dampfmaschine, Eisenbahn, Webmaschine).

 

Infrastruktur


Dazu zählen alle Einrichtungen, die zur Entwicklung eines Raumes notwendig sind:
Verkehrswege, Wasser- und Stromleitungen, Kommunikationseinrichtungen, Kanalisation, Müllentsorgung, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser etc.

 

Intensivlandwirtschaft


Landwirtschaftliche Nutzung mit hohem Kapital- und Arbeitseinsatz (z.B. durch Bewässerung, Maschineneinsatz, Düngung und Schädlingsbekämpfung) und hohen Erträgen.

 

Klima


Der durchschnittliche Zustand der Klimaelemente über einen längeren Zeitraum (ca. 30 Jahre) in einem bestimmten Raum.

 

Landklima (kontinental)


Kaum noch Meereseinfluss
⇒ geringe Niederschläge und hohe Temperaturamplitude (große Gegensätze zwischen heißem Sommer und kaltem Winter).

 

Lava ⇔ Magma


Magma: glutflüssiges Gestein in den tieferen Bereichen der Erdkruste.

Lava: durch den Krater an die Erdoberfläche getretenes Magma.

 

Lithosphäre (Gesteinshülle der Erde)


Besteht aus der festen Erdkruste sowie dem festen Teil des oberen Erdmantels. Die Platten der Lithosphäre bewegen sich auf der darunter liegenden, zähflüssigen Schicht des oberen Erdmantels.

 

Luv ⇔ Lee


Luv: die dem Wind zugekehrte Seite (Regenseite).
⇒ An Berghängen kommt es häufig zu Steigungsregen.

Lee: die dem Wind abgewandte Seite (Regenschatten).

 

Massentourismus


Form des organisierten Fremdenverkehrs mit sehr hohen Urlauberzahlen. Dieser Begriff wird häufig im Sinne einer Kritik an den negativen Folgen des Tourismus gebraucht.

 

Metropole


Politisches, wirtschaftliches, infrastrukturelles und kulturelles Zentrum einer Region mit nationaler und internationaler Bedeutung (z.B. Regierungssitz, Börse, internationaler Flughafen, Oper).

 

Monokultur


Anbau einer einzigen Nutzpflanze, meist über mehrere Jahre hinweg (⇔ Mischkultur, Fruchtfolge).
Nachteile: Abhängigkeit, Schädlingsanfälligkeit, Bodenauslaugung.

 

Nachhaltigkeit


Eine Nutzung von Ressourcen, die diese auch langfristig nicht gefährdet, sondern sie auch zukünftigen Generationen intakt hinterlässt.

 

Nahrungskette


Eine Art von Lebewesen ist jeweils die wichtigste Nahrungsgrundlage der nächsten Art.
Der Mensch ist oft das letzte Glied.

 

Ökosystem


In einem Ökosystem bestehen enge Wechselbeziehungen zwischen den Pflanzen und Tieren sowie ihrer Umwelt.

 

Sanfter Tourismus


Form des Fremdenverkehrs, der die Umwelt wenig belastet und Rücksicht auf Leben und Kultur der Einheimischen nimmt.

 

Seeklima (maritimes Klima / ozeanisches Klima)


Vom Meer beeinflusst
⇒ hohe Niederschläge und geringe Temperaturamplitude (kühle Sommer und milde Winter). In Europa an den Westseiten des Kontinents.

 

Sonderkulturen


Nutzpflanzen, die mit hohem Aufwand an Arbeitskraft und Geld auf kleinen Flächen angebaut werden. Sie stellen besondere Ansprüche an Klima und Bodenbeschaffenheit, liefern aber hohe Erträge pro Hektar (z.B.: Wein, Hopfen, Blumen, Obst, Arzneipflanzen etc.).

 

Standortfaktoren


Voraussetzungen, die für oder gegen die Ansiedlung eines Betriebes an einem bestimmten Ort sprechen, z.B. Verkehrsinfrastruktur, Arbeitskräfte (und ihr Ausbildungsstand sowie Lohn), Entfernung zu Rohstoffen und Absatzmärkten, Vorhandensein von Energie, steuerliche Vergünstigungen.

 

Subsistenzwirtschaft


Landwirtschaftliche Wirtschaftsform, bei der die Erträge hauptsächlich der Selbstversorgung der Bauernfamilie dienen.

 

Temperaturamplitude


Die Temperaturdifferenz zwischen dem wärmsten und kältesten Monat. (Eine Amplitude von 15 -20° C weist auf ein Übergangsklima hin.)

 

Vegetation


Der natürliche Pflanzenbestand einer Region.

 

2. Methoden und Arbeitstechniken:

  • Erstellen und Interpretation von Klimadiagrammen
  • Auswertung von einfachen Diagrammen
  • Interpretation von Luft- und Satellitenbildern


3. Topographisches Grundwissen:

  • Europa in seinen natürlichen Grenzen
  • Orientierung in Europa
  • Staaten Europas mit ihren Hauptstädten (siehe Atlas)