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Studienfahrt Rom 2017

Roma aeterna – die ewige Stadt

Studienfahrt der Oberstufenschüler im Fach Latein nach Rom

 
Am Sonntag, den 01.10.2017, ging die Reise los. Wir konnten es alle kaum erwarten, nach Rom zu kommen, immerhin waren wir die Versuchskaninchen. Versuchskaninchen aus dem Grund, weil dies die erste Studienfahrt für die Lateiner an unserer Schule war. Und so fuhren wir nachmittags vom JEG ab. Mit 27 Schülern und drei Lehrern waren wir eine kleine Gruppe, was für alle sehr angenehm war. Die Busfahrt wurde natürlich sehr gut genutzt, um viel zu lachen, Filme zu schauen, Bücher zu lesen und – für viele der Bus-Klassiker schlecht hin – seine Freunde in „Mario-Kart“ zu besiegen. Das ging so lange, bis uns Nachtruhe verordnet wurde, da ein großer Tag mit noch größerem Programm auf uns wartete. Und so war es auch!
 
Die Hoffnung nach einer solch langen Fahrt anzukommen, unsere Chalets zu beziehen und duschen zu können, wurde uns kurzerhand genommen. Denn kaum am „Camping Village Roma“ angekommen, hieß es für uns: schnell im Bus umziehen (selbstverständlich nach Geschlecht getrennt), eincremen, die nötigsten Sachen einpacken und dies bei 25 Grad in den Morgenstunden. Man kann sich vorstellen, dass die Begeisterung und Motivation der Gruppe nach 16 Stunden Fahrt nicht allzu hoch war. Doch als wir dann nach kurzer Zeit mitten in Rom standen und endlich das sehen konnten, was wir bisher nur durch unsere Lateinbücher und unsere Lehrer vermittelt bekommen hatten, war die gute Laune wieder da.
 
Unsere Reise fing an diesem Montag am Campo de Fiori an. Es erwartete uns das barocke Rom mit einem schönen Obst- und Gemüsemarkt und dem Denkmal von Giordano Bruno. Des Weiteren besuchten wie die Piazza Navona, das Pantheon, die Fontana di Trevi, die Spanische Treppe und die Kirche Santa Maria Maggiore. Hin und wieder gab es, wie auch an den weiteren Tagen, spannende zuvor vorbereitete Referate von Schülern und Lehrern und so wurde unser erster Tag in der „Ewigen Stadt“ zu einem wirklich sehenswerten Tag! Am Abend konnten wir endlich unsere Häuschen beziehen! Typisch Italien, gab es so gut wie jeden Tag mittags Pizza. Für den ein oder anderen war vielleicht allein das schon das Highlight des Tages. Zwischendurch erhielten wir wertvolle Tipps von Herrn Kneisel, wie zum Beispiel eine leckere Eisdiele zu besuchen, in welcher es tatsächlich 150 Eissorten gab.









Am Dienstag besuchten wir das antike Rom mit dem Forum Romanum und dem Kolosseum und genossen eine lange, aber interessante Führung. Nach einem kleinen Picknick auf dem Palatin statteten wir den Kaiserforen, dem Kapitol und den kapitolinischen Museen einen Besuch ab. Zurück an unserem Campingplatz stand sehr oft abends ein weiterer Besuch an, nämlich der des Supermarktes. In den Chalets nutzten wir die Möglichkeit selbst zu kochen, verbrachten gerne unsere Abende gemeinsam in Gruppen und entspannten dann draußen auf der Terrasse, mal leiser und mal mit gutem Grund etwas zu laut.









Am Mittwoch führte uns ein Tagesausflug nach Tivoli zur Villa Adriana und Villa d'Este. Teilweise konnten wir auf eigene Faust die Villa des Kaisers Hadrian mit seiner riesigen Parkanlage und die beeindruckenden Gärten und Brunnenanlagen der Villa d‘Este erforschen. Wieder am Campingplatz sprangen am Abend alle in den hoteleigenen Swimmingpool.







Den Donnerstag widmeten wir dem Christentum und schauten im Vatikan vorbei. Von den Vatikanischen Museen bis zur Sixtinischen Kapelle erhielten wir oft erstaunliche und prägende Eindrücke. Auch der Petersplatz und der Petersdom wurden von uns erkundet. Beim letzteren erhielten wir eine Führung, in welcher wir unter anderem über die Gemälde erfuhren, dass diese eigentlich aus kleinsten Steinchen zusammengesetzt sind und von Weitem aber den Eindruck eines gleichmäßig gemalten Bildes hinterlassen. Wirklich beeindruckend! Das Beste des Tages erwartete jedoch die, die die Kuppel des Petersdoms erklommen. Von dort oben war der Ausblick wunderschön. Bevor es jedoch nach oben ging, musste erst einmal überlegt werden, wer 520 Stufen läuft und wer 320, denn es gab für die ersten 200 Stufen eine große Hilfe namens Aufzug. Wieder unter ging es weiter zum Augustusmausoleum und zur Ara Pacis. Die interessant gestaltete Ara Pacis war ein Geschenk an den siegreichen Kaiser Augustus. Den Abend genossen wir als Gruppe zusammen in einem Restaurant mit viel Pasta und dolce vita. Je dunkler es wurde, desto mehr erwachte das Nachtleben Roms. Zurück auf der Piazza Navona erlebten wir ein buntes Lichterspektakel. Rom bei Nacht hinterließ einen unglaublich schönen Eindruck und tolle Bilder in unseren Köpfen.









Schließlich war schon der letzte Tag angebrochen. Bis 9 Uhr hieß es packen, Zimmer verlassen, putzen, Müll wegbringen und noch schnell beim Frühstück auftauchen. Selbst am letzten Tag wurde keine Zeit verschwendet und es zog uns in die Tiefen der Katakomben. Sie dienten den Christen als Grabstätte, als Ort des Wiedersehens und nicht als ein mit Trauer verbundener Ort. Mit der Via Appia Antica, einer der wichtigsten Handelsstraßen des römischen Reiches, endete unsere Reise durch das antike Rom. Nur noch ein paar letzte Souvenirs eingekauft, die unsere Erinnerung an eine erlebnisvolle Woche festhalten, und rein in den Bus zurück nach Deutschland.



Als wir am nächsten Morgen um 11 Uhr am JEG angekommen waren, zogen wir unser Fazit: Trotz eines streng getakteten Programms hatten wir eine super schöne und lustige Zeit mit vielen tollen neuen Erkenntnissen und interessanten Fakten! Ein Dank geht an unsere tollen Romführer Frau Brendel, Frau Lang und Herrn Kneisel, die uns täglich mit den Worten „Lauft mal schneller!“ geprägt haben und uns immer pünktlich haben überall erscheinen lassen! Es war eine erfolgreiche Fahrt!
Pauline Kowalczyk, Q11
Brendel, Kneisel, Lang