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Workshop

Einführung in die Didaktik des Frühfranzösischen: „Eine Fortbildung für Schüler“

Am 17. Oktober 2013 kam die Lehrkraft für Frühfranzösisch Katia Poyer an das JEG. Im Rahmen des P-Seminares „Frühfranzösisch an der Grundschule“ hielt die Französin den  zehn Kursteilnehmern einen interaktiven Vortrag über das Lernverhalten, sowie die besten Lehrmethoden für Grundschüler. Die gebürtige Pariserin lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Deutschland. Sie hat sich auf die didaktische Arbeit mit Kindergartenkindern und Grundschülern spezialisiert; sie leitet auch Fortbildungen für Lehrer. Seit einigen Jahren arbeitet sie als Spezialistin für das frühe Erlernen von Französisch im Bezirk Unterfranken. Das Projekt-Seminar beschäftigt sich vor allem mit dem Lernverhalten und den Möglichkeiten des Fremdsprachenerwerbs der Grundschüler, da die Kursteilnehmer gegen Ende des Seminares einen Aktionstag an der Josef-Anton-Rohe Grundschule in Kleinwallstadt gestalten wollen, wo die Teilnehmer versuchen, die Kinder einer 4. Klasse für die französische Sprache und Kultur zu begeistern.


Zu Beginn des Vortrags wollte Madame Poyer unsere eigenen positiven und negativen Erinnerungen an den frühsprachlichen Fremdsprachenunterricht an der Grundschule auffrischen. Sie hat unsere Erinnerungen analysiert und anschließend unsere Erwartungen und Vorstellungen an den zu gestaltenden Tag zusammen gefasst. Anfangs hat sie mit uns unsere positiven Erinnerungen durchgespielt, zum Beispiel den Bewegungstanz, also einen Tanz, zu dem bestimmte Worte genannt werden und diese dann durch Gestik, passend zur Musik, dargestellt werden. Um es für uns zu verdeutlichen, hat sie ein Lied mitgebracht, zu welchem wir uns Gesten überlegen sollten, damit es für die Kinder verständlich wird. Ein großer Streitpunkt in unserem Kurs ist die Sprache gewesen. Sollen wir mit Grundschülern, die höchstwahrscheinlich noch nie französisch gehört haben, unseren Tag auf französisch oder eher auf deutsch halten? Katia Poyer hat uns deutlich aufgezeigt, dass wir den ganzen Tag so viel wie möglich französisch mit den Grundschulkindern reden sollten, durch deutliche Gesten,  Handlungen und Bilder werden die Kinder unsere Intention dann auch in einer für sie fremden Sprache verstehen. Ein weiterer Ratschlag von ihr ist, den Kindern einen einfachen Input zu geben, also möglichst einfache Sätze zu verwenden und auch viele transparente Wörter, also Wörter, die im Deutschen und Französischen sehr ähnlich klingen. Damit die Kinder nicht den Spaß an der gemeinsamen Arbeit verlieren, sollten wir sie nicht direkt korrigieren. Wir könnten einfach die Aussage der Kinder korrekt, oder überhaupt erst auf Französisch wiederholen, denn die Kinder sollen nicht abgefragt werden, sondern durch unseren Tag an der Grundschule spielerisch Spaß an der französischen Sprache bekommen.


Das P-Seminar „Frühfranzösisch an der Grundschule“ bedankt sich sehr bei Katia Poyer, dass sie sich die Zeit genommen hat, uns einen so interessanten und lehrreichen Vortrag zu halten. Sie hat uns damit wirklich sehr gut auf unser Projekt vorbereitet, einige Lehrmethoden beigebracht, viele unserer Fragen beantwortet und uns einige Ängste genommen.
 
Laura Kunkel und Judith Ressmann, Q11