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Einzelaustausch – Programm Brigitte Sauzay

Das Sauzay Programm – Die Fortsetzung des Unterrichts mit anderen Mitteln

Austauschprogramme haben eine deutlich messbare Langzeitwirkung auf Persönlichkeit und Biographie der Teilnehmenden. Die Jugendlichen bekommen die Gelegenheit, die fremde Kultur und Sprache ohne „Touristenbrille“ zu erleben und wachsen durch die aktive Auseinandersetzung mit anderen Lebensgewohnheiten und Verhalten  in ihrer sozialen, fremdsprachlichen und interkulturellen Kompetenz.

Das von beiden Ländern initiierte Programm ist nach Brigitte Sauzay benannt, die sich in der Ära von Helmut Kohl und François Mitterrand sehr um die deutsch-französische Freundschaft verdient gemacht hat. Der Aufenthalt wird finanziell vom deutsch-französischen Jugendwerk (DFJW) mit einem pauschalen Fahrtkostenzuschuss unterstützt. Nähere Informationen gibt es beim DFJW oder bei Frau Hein und Herrn Trosbach!

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Eindrücke der Teilnehmer der letzten Jahre präsentieren. Wir hoffen, dass diese Eindrücke in den kommenden Jahren weitere Schüler des JEG ermuntern können, an diesem attraktiven Programm teilzunehmen!
Hein / Trosbach

Brigitte Sauzay 2016


Sauzay-Austausch am JEG 2016

Seit dem Jahre 1989 fördert das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) den mittelfristigen individuellen Schüleraustausch zwischen Deutschland und Frankreich. So unterstützt das Brigitte-Sauzay-Programm Schüler der 8. bis 11. Klasse, die seit mindestens zwei Jahren Französisch lernen und einen individuellen Aufenthalt in Frankreich auf Austauschbasis absolvieren wollen.

Am JEG gehört dieses Programm seit Jahren zum festen schulischen Angebot, und so haben wir dieses Schuljahr (2015/2016) drei französische Sauzay-Austauschschüler aus drei verschiedenen Regionen Frankreichs empfangen:

- Gabrielle Gantz aus Grenoble in der Region Rhône-Alpes (bei Eva Lange, 8d)
- Victoria Lessufleur aus Vichy in der Auvergne (bei Michaela Amrhein, 8c+)
- Corentin Minot aus Honfleur in der Normandie (bei Christoph Geske, 8c+)

Zu Beginn des neuen Schuljahres (2016/2017) sind dann vier Schüler/innen des JEG (Luis Bauer, Christoph Geske, Katharina Kurz und Eva Lange) für mehrere Wochen in unser Nachbarland aufgebrochen und inzwischen mit vielen wertvollen Erfahrungen nach Deutschland zurückgekehrt, wie ihre Berichte eindrucksvoll zeigen:


Katharina Kurz (9R) berichtet von ihrem Aufenthalt:

Sechs Wochen Frankreich. Je nachdem, aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. eine entweder sehr kurze oder eine sehr lange Zeit. Verglichen mit einem Menschenleben sind sechs Wochen nichts als unbedeutender Funke, eine schnell vergangene und vergessene Zeit. Allerdings kann ich mit Sicherheit behaupten, dass die sechs Wochen, die ich in Frankreich verbrachte, keineswegs unbedeutend waren, vielmehr das Gegenteil. Ich lernte unglaublich viele neue Leute kennen, sowie eine andere Kultur mit gutem Essen, und lernte auch viel über die französische Sprache.
Mit der Verständigung hatte ich eigentlich nie Probleme, was ich auch meiner Gastfamilie zu verdanken habe, die für mich immer langsam und deutlich sprach und Dinge gegebenenfalls auch wiederholte oder genauer erklärte. Allerdings bemerkte ich schon, dass ich mich mit der Zeit immer besser verständigen konnte und auch mein Vokabular sich vergrößerte.
Das Thema verstehen spielte natürlich ebenfalls in der Schule eine große Rolle. Wie viel ich im Unterricht letztendlich verstand, hing stark vom Fach, den zu behandelten Themen und auch den Lehrern ab. Während ich zum Beispiel bei meinem lispelnden Mathelehrer rein gar nichts verstand, konnte ich in Sozialkunde sogar teilweise mitarbeiten. Doch auch wenn ich gewisse Dinge nicht verstand, war das kein Problem: dann vertrieb ich mir die Zeit einfach mit Sudokus oder meinen Hausaufgaben für das JEG. Leider gab es jedoch auch Dinge in der Schule, die nicht ganz so erfreulich waren, wie die langen Schulzeiten. Zweimal die Woche bis halb sechs und zweimal bis halb vier Schule zu haben machte mir anfangs ziemlich zu schaffen. Zum Glück gewöhnte ich mich dann aber doch schnell daran. Auch die langen Schlangen vor der Kantine oder der unheimlich anstrengende Schulsport machten nicht immer Spaß. Generell würde ich auch sagen, dass meine Lehrer in Frankreich um einiges strenger waren. Ebenfalls neu für mich war, dass „Zuspätkommer“ dem Unterricht verwiesen wurden und einen Eintrag in ein kleines Heftchen bekamen. In diesem Heft wurde auch sorgfältig notiert, wenn man krank war oder Unsinn machte. Es war verpflichtend, dieses Heft immer dabei zu haben.
Und dann natürlich das Essen. Zuerst sollte ich erwähnen, dass man in Frankreich zwischen dem Frühstück und dem Mittagessen eigentlich nichts isst, weshalb ich so gut wie immer Hunger hatte. Letztendlich brachte ich dann, zur Belustigung meiner Mitschüler, fast jeden Tag eine Banane mit in die Schule. Auch dass man in Frankreich fast nur stilles, meist Leitungswasser trinkt, war zuerst komisch. Ansonsten hat mir das Essen jedoch meist geschmeckt (wenn es nicht gerade Gedärme gab), und ich habe viele neue Gerichte probiert. Nachdem wir einmal mit der ganzen Familie Kastanien sammeln waren, gab es dann zwei Tage lang alle möglichen Speise, die Kastanien enthielten.
Ich sollte noch erwähnen, wie viele tolle Leute ich kennenlernen durfte. Meine Gastfamilie, die ich schon mehrmals besucht hatte und daher schon kannte, war wie immer nett und total lustig. Ich hatte dort mein eigenes Zimmer, das recht groß war, und in dem ich mich auch wohlfühlte. Besonderes Glück hatte ich auch, da ich zwei Austauschpartnerinnen habe, die ungefähr in meinem Alter sind. Mit ihnen verstand ich mich besonders gut, und wir hatten viel Spaß. Auch meine Klasse, ich besuchte die 10. Klasse eines Lycée, war sehr nett. Ich wurde sehr schnell aufgenommen und verstand mich auch mit den meisten Leuten sehr gut. Zudem lernte ich einige neue Freunde kennen, mit denen ich meine Freistunden verbrachte. Dementsprechend schwer fiel mir dann auch der Abschied. Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder nach Frankreich kann, um meine Freunde und meine Gastfamilie wieder zu treffen.

Erfahrungsbericht von Christoph Geske (9c):

Meinen Austauschpartner Corentin lernte ich bereits vor zwei Jahren über einen Schüleraustausch im Rahmen der Städtepartnerschaft Wörth-Honfleur (Normandie) kennen. Bei meinem letzten Besuch im März 2015 fragte mich Corentin, ob ich Interesse an einem längeren Austausch (Brigitte-Sauzay-Programm) hätte. Da ich mich in der Familie und Umgebung sehr wohlfühlte, zögerte ich nicht lange. Ein solches Angebot, mit dem Vorteil die Gastfamilie bereits zu kennen, würde sich wahrscheinlich nicht wiederholen.
Nachdem Corentin für 12 Wochen bei mir zu Gast war und das JEG besuchte, hieß es dann am 18. August 2016 für mich, auf nach Gonneville-sur-Honfleur. Wie der Name schon sagt liegt der Ort unweit von Honfleur, einer tollen Hafenstadt an der Seinemündung, gegenüber von Le Havre. Nach der herzlichen Begrüßung durch die Familie erfuhr ich, dass es gleich am nächsten Tag zusammen mit den Großeltern für eine Woche in ein Ferienhaus in der Nähe von Valognes (Normandie) gehen sollte. Dort besuchten wir Cherbourg, La Hougue, Barfleur, den kleinsten Hafen von Frankreich, sowie einen tollen Markt. Eine Wanderung entlang der Steilküste mit Blick auf die Inseln Jersey und Guernsey sowie Schwimmen im Atlantik gehörten auch zu unseren Ausflügen.
Wieder in Gonneville-sur-Honfleur erwarteten mich die vielen Tiere (Esel, Gänse, Ziege, Hühner und Katzen) meiner Familie, die ihren Auslauf auf dem riesigen Grundstück in ländlicher Umgebung genossen. Mit Corentin, den Eltern (Catherine und Christian), sowie den Geschwistern (Marceau, Etienne und Perrine) habe ich mich sehr gut verstanden, und sie haben mich toll in die Familie integriert. Anfangs hatte ich noch etwas Probleme, den Gesprächen zu folgen, doch das wurde sehr schnell immer besser.
Am 2. September 2016 war es dann so weit. Um 8.10 Uhr begann die Schule und ich besuchte mit Corentin die 1erS2 des Lycée Albert Sorel Honfleur (vergleichbar mit unserer 11. Jahrgangsstufe). Dem Lycée Albert Sorel ist auch ein Internat angeschlossen. Zuerst fiel mir die tägliche Begrüßung mit einem „Bonjour“ zwischen Schüler und Lehrer beim Betreten des Klassenzimmers auf. Auch die herrschende Stille während des Unterrichts, denn die Schüler sprachen kaum untereinander, war mir in dieser Form fremd. Ungewohnt und anstrengend waren für mich auch die Dauer (55 Minuten) einer Schulstunde und der lange Schultag bis 17.25 Uhr.
Dazwischen gab es manchmal immer wieder eine Freistunde, die wir in der Bibliothek verbrachten. Auf den Mittwoch freute ich mich immer besonders, denn da endete der Unterricht bereits um 12.05 Uhr. In den naturwissenschaftlichen Fächern Physik, Chemie und Mathematik verstand ich leider nicht immer alles, da meine Mitschüler im Stoff schon etwas weiter waren als ich. Dafür machten mir die Fächer Englisch, Deutsch, Geschichte und Französisch umso mehr Spaß. In Französisch lasen die Schüler bereits Prüfungsliteratur und machten Stilanalysen, da dort schon Ende der 11. Jahrgangsstufe das Abitur in Französisch geschrieben wird. Das Schulklima war sehr angenehm, die Lehrer waren sehr bemüht, und ich fand auch schnell viele Freunde, die sich mit mir unterhielten und viele Fragen stellten. Das bei uns übliche Pausenbrot gibt es dort nicht. Das reichhaltige Mitttagessen in der Kantine um 12.05 Uhr schmeckte dafür immer hervorragend und die Auswahl war groß.
An die Essgewohnheiten, sei es das Frühstück, in Kaffee oder heiße Schokolade getunktes Baguette, oder das tägliche späte und mehrgängige warme Abendessen um 21.00 Uhr, habe ich mich rasch gewöhnt.
In der Freizeit übten wir Bogenschießen und sprangen viel auf dem riesigen Trampolin im Garten der Gastfamilie. Drei Wochen vor Ende des achtwöchigen Austausches stürzte ich auf dem Trampolin. Beim Sturz hatte ich mein Handgelenk gebrochen. Im Krankenhaus wurde es in Narkose gerichtet, und ich erhielt einen Oberarmgips. Dieser schränkte mich in meiner Beweglichkeit deutlich ein. Alle waren sehr hilfsbereit zu mir, sodass ich nicht daran dachte den Austausch abzubrechen. Einen Tag nach dem Krankenhaus unternahmen wir den geplanten Ausflug nach Paris, bei dem wir den Eiffelturm, den Louvre, Notre-Dame, Sacré-Cœur und den Triumphbogen besuchten. Mit einer Bootsfahrt auf der Seine beendeten wir unseren Parisbesuch.
Je veux dire que cet échange était un grand succès pour moi et mon correspondant. Je me suis fait beaucoup d’amis et j’ai appris beaucoup de choses en France, la langue et le mode de vie. Il y a beaucoup d’élèves qui ont peur de faire un échange comme ça. Le temps a passé troooop vite ! Je propose ça à tout le monde !
Merci beaucoup à mon école, à Madame Hein et à Monsieur Trosbach, à ma famille d’accueil en France et au Lycée Albert Sorel.

Ein weiteres Meinungsbild von Luis Bauer (10a):

Als ich einer Freundin davon erzählte, dass ich einen Austausch für zwei Monate mache, meinte sie, das sei ja „nicht kurz und nicht lang“. Und so kam es mir auch vor, als ich dann in Nizza, Frankreich, war. Am Anfang kamen mir zwei Monate in einem fremden Land mit einer anderen Kultur und vor allem einer anderer Sprache sehr lange vor. Doch das änderte sich im Laufe des Aufenthalts schnell.
Ich war im letzten Sommer bereits für zwei Wochen in der gleichen Familie gewesen, um sie ein bisschen kennen zu lernen und zu schauen, ob ich mir das für den eigentlichen Austausch von zwei Monaten zutraue. Mein Austauschpartner Joseph war davor bei mir gewesen, so dass ich ihn schon relativ gut kannte und wir uns gut verständigen konnten.
Die Familie bestand aus dem Vater Vincent, der Mutter Hélyette, der kleiner Schwester Zélie, dem kleinen Bruder Timothé, dem großen Bruder Mayeul und natürlich Joseph. Das war für mich als Einzelkind erstmal eine große Umstellung, auf einmal in einer so großen Familie zu leben und dass es nie so ruhig war wie bei mir zu Hause. Ständig redete irgendjemand und am Abendessenstisch dann alle zusammen und durcheinander. In den ersten Tagen war ich damit noch völlig überfordert und verstand relativ wenig. Aber dadurch, dass die Familie mir immer viele Wörter erklärte, verbesserte sich mein Französisch stetig und am Ende verstand ich nicht nur fast alles, sondern konnte mich sogar an den Gesprächen beteiligen.
Als ich in Nizza ankam, verblieb noch eine Woche der dortigen Sommerferien, und so unternahmen wir viele Sachen, auch wenn es manchmal etwas zu heiß war – mitunter über 35 Grad! Wir besichtigten Monaco, Menton, Antibes und weitere kleinere Städtchen an der Côte d’Azur.
Ich war in der 2nde13 am Lycée Albert Calmette, was der 10. Klasse bei uns entspricht. Mit der 2nde beginnt in Frankreich das Lycée, die drei letzten Jahre, an deren Ende das „Bac“, das Abitur, geschrieben wird. Joseph war aber in der „Terminale“, der 12. Klasse, weshalb wir nicht in einer Klasse waren, und er jeden Tag länger Schule hatte als ich.
Somit war ich alleine in einer französischen Klasse, in der ich niemanden kannte und mich so gut wie (noch) nicht verständigen konnte. Am ersten Schultag hatten wir einen Vortrag des Direktors, in dem er uns dazu aufforderte, jetzt mehr zu lernen und „seriös“ zu werden, man wäre ja nicht mehr am „collège“ (die Schule vor dem Lycée). Das gleiche erklärte uns danach nochmal unsere Klassenleiterin, während sie uns unsere Stundenpläne austeilte. Im Vergleich zu meinem Stundenplan in Frankreich kommen mir meine Stunden hier echt entspannt vor, und ich freue mich jeden Donnerstag, wenn ich „schon“ um 17 Uhr zu Hause ankomme – anders als in Nizza, wo ich donnerstags erst um 18 Uhr Schulschluss hatte. Generell konnte sich eine Stunde, die in Frankreich immer 55 Minuten lang ist, ziemlich hinziehen und einen sehr erschöpfen.
Ich fand relativ schnell Freunde in der Klasse und freundete mich mit 3 Austauschschülerinnen, die aus München kamen, gut an und unternahm teilweise mit ihnen nach der Schule noch Sachen in der Stadt, während Joseph noch Unterricht hatte. Mit ihnen ließ sich die Schulzeit gut ertragen, da man zusammen über die Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich reden konnte und so auch immer jemanden hatte, mit dem man sich auf Deutsch unterhalten konnte.
Die erwähnten Unterschiede sind teilweise nicht groß, aber trotzdem gibt es viel zu viele, als dass man alle nennen könnte. Nach den zwei Monaten musste ich mich, als ich wieder in Deutschland war, sogar wieder etwas an Deutschland gewöhnen – was aber ziemlich schnell ging.
Alles in allem kann ich den Austausch nur jedem empfehlen, das Sprachniveau verbessert sich stark und man lernt viel der französischen Kultur und des Lebensstils kennen. Soviel kann man in keinem Französischunterricht lernen, wenn man es nicht selber für eine gewisse Zeit erlebt hat!
Der Austausch hat mich weiter gebracht, und ich würde es jederzeit wieder machen. Und letztendlich waren die zwei Monate doch gar nicht so lange, wie am Anfang gedacht – eigentlich war es sogar genau die richtige Länge.

Ebenfalls Eva Lange (9R) berichtet von ihren Erfahrungen:

Ich werde im Folgenden von meinen persönlichen Erfahrungen berichten, die ich bei einem Brigitte-Sauzay-Austausch gemacht habe. Meine Schwester hatte bereits an dem Austausch 2014 teilgenommen, ihr Französisch sehr verbessert und viele positive Erfahrungen gesammelt; auch deswegen entschied ich mich dafür, einen Einzelaustausch mit Gabrielle Gantz zu machen. Wir nutzten Skype, um uns vor unserem ersten Treffen ein wenig kennen zu lernen. Schließlich kam sie im Juni 2016 zu uns nach Deutschland, besuchte mit mir den Unterricht und blieb vier Wochen.
Dann reiste ich in den Sommerferien nach Grenoble, eine Stadt in den französischen Alpen. Meine Gastfamilie, famille Gantz, bestand aus der Mutter Isabelle, Hervé, dem Vater, der großen Schwester Ariane und natürlich Gabrielle. Die erste Woche meines vierwöchigen Aufenthalts war die letzte Ferienwoche in Frankreich, deswegen konnten wir sie nutzen um Ausflüge zu machen (z. B. fuhren wir zu einem Badesee) und uns besser kennen zu lernen. Meine Familie war von Anfang an sehr nett zu mir, und ich fühlte mich schnell sehr wohl bei ihnen.
Mit der Verständigung klappte es anfangs schon recht gut, meine Französischkenntnisse reichten aus um Fragen zu stellen oder um zu verstehen, wenn jemand mit mir redete; allerdings fiel es mir schwer einer Unterhaltung oder Diskussion zu folgen oder gar mitzureden. Das fiel besonders auf, wenn alle zum dîner, dem Abendessen - das in Frankreich ungefähr so wichtig ist wie bei uns das Mittagessen - zusammenkamen, um nach dem Essen noch lange zusammen zu sitzen und zu reden: in den ersten Tagen verstand ich fast nichts, das verbesserte sich aber im Laufe meines Aufenthalts enorm, am Ende konnte ich sogar mit diskutieren und scherzen.
Mit der zweiten Woche begann auch die Schule. Ich besuchte mit Gabrielle die Klasse troisième 7 (die neunte Klasse) am Collège Charles Munch in Grenoble. Der Unterricht begann je nach Wochentag um 8, 9 oder 10 Uhr und dauerte außer mittwochs immer bis nachmittags, spätestens bis 17:30 Uhr, die Unterrichtsstunden waren immer ganze oder eineinhalb Stunden. Das war anfangs sehr ungewohnt und auch anstrengend, aber ich gewöhnte mich daran. Andere Unterschiede waren zum Beispiel, dass die Lehrer sehr viel strenger waren, wer mehr als fünf Minuten zu spät war, im Unterricht redete oder auf andere Art auffällig wurde, bekam einen Eintrag in ein Heft, das carnet de liaison. Beim Betreten oder Verlassen des Schulgebäudes mussten die Schüler dieses auch vorzeigen.
Gabrielles Mitschüler und Lehrer waren sehr nett zu mir, und nahmen mich schnell in ihre Gemeinschaft auf; am ersten Tag, als die Fotos gemacht wurden, durfte ich sogar mit auf das Klassenfoto. Viele waren auch interessiert, warum ich diesen Austausch machte, und wie es in Deutschland so ist. Es fiel mir meistens überraschend leicht dem Unterricht zu folgen, in manchen Fächern wie z. B. Histoire-Géo (Geschichte/Geographie), Französisch, Englisch und natürlich Deutsch konnte ich sogar mitarbeiten. In Deutsch wurde ich von Madame Vial, der Deutschlehrerin, gebeten einen Vortrag über das deutsche Schulsystem und meine Schule zu halten (siehe Bild oben). Anschließend beantwortete ich die vielen Fragen, die meine Mitschüler danach hatten.
Nach der Schule hatte ich meist Freizeit; da meine Gasteltern beide berufstätig sind und Ariane für ihr bac (Abitur) und Gabrielle für anstehende Tests lernen musste, blieben meist nur die Abende und Wochenenden, um etwas gemeinsam zu unternehmen: wir gingen ins Schwimmbad, machten eine Fahrradtour oder gingen in den umliegenden Bergen wandern (siehe Bild unten).
Fazit: Ich hatte anfangs Bedenken, alleine in einem fremden Land zu sein, dann aber doch eine wirklich sehr schöne Zeit in Frankreich und kann nur empfehlen, auch an einem Austausch teilzunehmen. Es ist eine besondere Erfahrung eine Kultur nicht nur als Tourist zu erleben, sondern mitten drin zu sein. Gleichzeitig verbessert man sein Französisch sehr, mir fällt es jetzt viel leichter frei zu reden und ich habe auch viel dazugelernt. Ich würde meine Gastfamilie jederzeit wieder besuchen.



Hein / Trosbach

 

Brigitte Sauzay 2015


Sauzay-Austausch am JEG 2015

Das Einzelaustauschprogramm Brigitte-Sauzay erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit am JEG. So konnten Antonia Hechtfischer (10c), Sarah Lange (10b) und Jacob Mayerl (10d) den Schuljahresbeginn 2014/2015 in Frankreich erleben und kehrten Ende Oktober 2014 mit vielen neuen Eindrücken zu uns zurück. Im Mai 2015 durften wir dann Joseph Cachia aus Nizza für acht Wochen am JEG begrüßen. Dessen deutscher Partner Luis Bauer (8a) freut sich nun schon auf seinen Besuch in Südfrankreich im darauffolgenden Schuljahr.

Hein / Trosbach

 

Brigitte Sauzay 2014


Sauzay-Austausch am JEG 2014

Jacob Mayerl (10d) berichtet von seinem Aufenthalt in der Bretagne (August bis Oktober 2014)

Die Ferien

Am 16. August 2014 kam ich bei meiner Gastfamilie, Familie Frère, in Châteaubourg an. Châteaubourg ist eine Kleinstadt, einen Kilometer von Rennes entfernt und liegt in der Bretagne.
Die Familie Frère, das sind Vater Davide, Mutter Virginie und die Söhne Jules (mein Austauschpartner), Martin und Louis.
Da in Frankreich noch ca. zwei Wochen Ferien waren, fuhren die Frères mit mir in den Süden der Bretagne, nach Quiberon. Ich hatte Gelegenheit, die bretonische Landschaft im Südwesten zu bewundern und im Atlantik zu baden. Nach einem kurzen Aufenthalt in Châteaubourg, verbrachten wir noch einige Tage in der Normandie.
Anfangs war es etwas schwierig für mich, an den Gesprächen der Familie teilzunehmen, doch das verbesserte sich nach und nach. In den Ferien habe ich auch die ersten Fortschritte gemacht, da es viel Zeit zum Reden gab.
 

Die Schule

Anfänglich war es sehr anstrengend, nur französisch zu hören, auf Fragen zu antworten und dem Unterricht zu folgen.
Der Unterricht beginnt in Frankreich um 8:30 Uhr, Pause ist immer nach zwei Schulstunden (die bestehen aber wirklich aus 55 Minuten Unterricht). Mittagessen gibt es um 12:30 Uhr in der Kantine. Am Nachmittag ist dann Unterricht bis 16:55 Uhr. Man ist dann natürlich sehr müde, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.
Im Unterricht gaben sich die Lehrer viel Mühe mit mir, und erklärten mir Aufgaben, die ich nicht verstanden habe individuell, erwarteten aber auch die Bearbeitung dieser und das Schreiben von Klassenarbeiten, die auch benotet wurden, aber nicht für die deutsche Schule zählten.
Insgesamt ist der Unterricht in Frankreich ruhiger und um einiges strenger als in Deutschland, besonders bei Verspätungen und Fehlverhalten, was sofort in ein Heft geschrieben wird und den Eltern zur Unterschrift vorgelegt werden muss.
Ich wurde komplett in die Klasse integriert, d. h. die Lehrer behandelten mich wie die französischen Schüler.
Den Unterricht habe ich erstaunlich gut verstanden, woran man auch die enormen Fortschritte in der französischen Sprache erkennen kann. Diese konnte ich dann auch in Gesprächen mit anderen französischen Schülern, welche sich nach und nach ergaben, zeigen. Wobei ich hier anfügen möchte, dass die Schüler sehr freundlich und bereit waren, meinen Erzählungen, unter anderem von Deutschland, zu lauschen. Im Gegenzug sprachen sie langsam und deutlich, dass ich auch das von ihnen Gesagte verstehe.
 

Die Familie

Das ist natürlich ein sehr individuelles Thema! Für meine Austauschfamilie kann ich jedoch nur sagen: besser geht’s nicht!
Sie haben viel mit mir gesprochen, wodurch ich gute Fortschritte in Französisch gemacht habe, haben mir viel in der Bretagne gezeigt und haben mir bei unter anderem Sprachproblemen immer geholfen und, und, und...
 

Das Fazit

Der Sauzay-Austausch ist absolut empfehlenswert: man lernt ein schönes Land kennen, seine Bewohner und seine Kultur und macht dabei große sprachliche Fortschritte.


 

Brigitte Sauzay und Heinrich Heine 2013


Sauzay-Austausch am JEG 2013

Die Nachfrage an der Teilnahme an einem der verschiedenen Einzelaustauschprogramme mit Frankreich ist trotz der unbefriedigenden Bedingungen im Bereich der finanziellen Förderung durch das deutsch-französische Jugendwerk auch im Jahr 2013 am JEG ungebrochen:

Das Brigitte-Sauzay Programm

Von Januar bis März 2013 haben wir Coraline Joublin und Cassandra Lebrun aus Patay (Centre) als Gäste in der Klasse 9b empfangen. Im nächsten Schuljahr werden Sophie Wöber (8b) und Franziska Schröter (8c) von September bis Oktober 2013 in die Auvergne bzw. in die Normandie fahren, während Iris Guiffard aus Caen als Partnerin von Franziska Schröter im Juni und Juli 2013 den Unterricht der Klasse 8c am JEG besuchte. Im Juni 2014 dürfen wir Albane Cabone aus Vichy am JEG begrüßen.

Das Heinrich-Heine Programm

Im Rahmen des kürzeren Heinrich-Heine Programms (3 bis 4 Wochen im Gastland) konnten wir in diesem Jahr vier JEG-Schülerinnen an unsere Partnerschule, das Lycée Mme de Staël in Montluçon (Auvergne), vermitteln, und ihre französischen Partner und Partnerinnen nahmen zu verschiedenen Zeiten zwischen April und Juni 2013 am Unterricht der Klassen 8b (Marie Daloz bei Eva-Maria Roth), 8c (Lou Thevenet bei Sophie Köhler) und 9a (Constantin Larose bei Jasmin Irrgang, Marion Renard bei Jana Lindner) teil.

Hein / Trosbach

Hier fasst Sophie Wöber die Erfahrungen ihres Aufenthaltes in der Auvergne (September / Oktober 2013) kurz zusammen:

Nachdem ich im letzten Schuljahr vom Brigitte-Sauzay Programm gehört hatte, wollte ich sehr gerne daran teilnehmen. Gemeinsam mit Frau Hein und Herrn Trosbach fand ich schließlich auch die passende Austauschpartnerin. Ab Anfang September durfte ich sieben Wochen bei Albane und ihrer Familie in Gannat, einem kleinen Ort in der Auvergne, ca. 20 km westlich von Vichy, verbringen. Bevor es richtig los ging, war ich sehr aufgeregt:
Das erste Mal ganz alleine bei fremden Leuten, was für ein Erlebnis!
Doch glücklicherweise brachten meine Eltern mich, nach unserem gemeinsamen Frankreichurlaub, zu meiner Gastfamilie, von der wir sehr herzlich empfangen wurden. Nachdem meine Eltern sich nach einem zweitägigen Aufenthalt von mir verabschiedet hatten, hieß es dann: Auf in die neue Schule! Denn nicht nur für mich war das französische Lycée neu, auch für Albane war es eine neue Erfahrung, da sie nun in die Seconde des Lycée in Vichy ging. Auch die anderen Schüler lernten sich zum Teil neu kennen. Sie waren alle sehr nett und die Schule gefiel mir sehr gut, auch wenn ich teilweise erst gegen sechs Uhr am Abend nach Hause kam und auch samstags Unterricht hatte.

Sauzay-Austausch 2013

Auch die französische Kultur, die mir schon vorher durch mehrere Frankreichurlaube bekannt war, gefällt mir sehr gut. Natürlich gibt es Unterschiede zu uns Deutschen, wie das bekannte „laissez- faire“, das zwar im Urlaub sehr angenehm, jedoch im Alltag manchmal ein bisschen nervig sein kann. Aber damit müssen wir Deutschen leben lernen!
In der Freizeit war ich mit Albane joggen und reiten, an den schulfreien Sonntagen haben wir Ausflüge gemacht oder uns mit Freunden getroffen. Die Verständigung klappte immer besser und auch in der Schule merkte ich, dass ich Fortschritte gemacht hatte, da ich zum Schluss das Meiste verstand. Heimweh hatte ich leider auch ein wenig, aber dank Skype und Facebook konnte ich meine Familie in Deutschland jederzeit erreichen. Ich kann einen solchen Austausch nur weiter empfehlen, denn nur so lernt man die Kultur und die Sprache eines anderen Landes richtig kennen, da man in eine Familie integriert ist. Ich freue mich sehr, wenn Albane im nächsten Jahr (2014) zu mir kommen wird und hoffentlich einen genauso schönen Aufenthalt, wie ich ihn hatte, erleben darf!


 

Brigitte Sauzay 2012 – Eindrücke einer französischen Gastschülerin


Sauzay-Austausch am JEG 2012

Die diesjährige Suche nach französischen Partnern für das Sauzay-Programm gestaltete sich extrem schwierig, da das Deutsch-Französische Jugendwerk die bisherigen Aufenthaltsbedingungen zum 01. Januar 2012 geändert hat (84 statt 56 Tage in Frankreich), wozu die wenigsten Schüler und Schülerinnen bei uns bereit sein werden, da sie dadurch natürlich sehr viel Unterricht in Deutschland versäumen würden. Aufgrund der Tatsache, dass das laufende Schuljahr jedoch eine Art Übergangszone darstellt, wird es sich erst in Zukunft erweisen, wie es mit diesem bisher am JEG sehr beliebten Einzelaustauschprogramm weitergehen wird…
Es bleibt zu hoffen, dass trotz der geänderten Rahmenbedingungen das Interesse an diesem im Vergleich zu anderen am JEG gelehrten Fremdsprachen einmaligen Angebot ungebrochen bestehen bleibt!

Hein / Trosbach

Stellvertretend für alle französischen Gastschülerinnen schildert im Folgenden Louise aus Caen ihre Erfahrungen während ihres Aufenthaltes (06. Mai bis 30. Juni 2012) in Deutschland und am JEG:

Ich heiße Louise, ich komme aus Frankreich in der Normandie. Ich bin 14 Jahre alt. Ich habe den Austausch gemacht, weil ich die Sprache und ein neues Land kennen lernen wollte. Durch meine Geschwister, die  ebenfalls dieses Programm gemacht haben, bin ich auch auf den Austausch gekommen.  Sie haben gesagt, dass das super war und mich somit überzeugt.

Traditionen:
In Deutschland gibt es viele für mich neue Traditionen, wie zum Beispiel das Essen: die Brezeln, die Wurst am Morgen, und so weiter. Die Deutschen essen und trinken viel, wie in den Biergärten: die Personen trinken Bier und essen Wurst. Eine andere Tradition ist das Fußball, alle Deutschen schauen das. Es gibt viele Flaggen auf den Autos. Wir haben viel über das gelacht. Alle sind im EM-Fieber! In Frankreich gibt es keine Flaggen und nicht alle Personen schauen das.

Die Deutschen:

Die Deutschen sind sehr freundlich. Sie sind immer glücklich und lachen viel! Vom ersten Tag an haben die Personen viel mit mir gesprochen.  Jetzt habe ich viele deutsche Freunde. Sie werden mich vermissen! Die Franzosen lästern viel über andere und in Deutschland gar nicht! Alle Personen leben ihr Leben. Es gibt viele Vorurteile über Deutschland, aber ich habe gesehen, dass das nicht richtig ist. Ich denke, dass die Deutschen schüchterner sind als die Franzosen aber das ist die deutsche Kultur! Sehr wichtig: die Deutschen sind sehr stark in den Sprachen! In Englisch… WOOOAH! (Die Franzosen sind schlechter als die Deutschen, finde ich.)

Meine Familie:
Ich hatte viel Glück, weil ich eine super Familie hatte. Wir haben viel zusammen gemacht. Wir waren während den Ferien in den Alpen. Wir sind auch nach München und nach Würzburg gegangen. Sie waren sehr nett. Die Franzosen sagen, dass zwei Monate zu lang sind. Für mich war das zu kurz. Ich denke, ich komme noch ein Mal. Meine Austauschfamilie ist die BESTE! Wir waren auch sehr oft im Schwimmbad.

Landschaft und Schule:
Die Landschaften sind sehr schön und in Großwallstadt sind die Häuser sehr groß. Es gibt viele Seen! Aschaffenburg ist sehr schön und super zum shoppen! Die Schule ist sehr sehr, sehr groß! Jeden Tag habe ich neue Personen gesehen! Fast alle Schüler kommen mit dem Bus zur Schule. Die Lehrer sind auch sehr nett und jünger als in Frankreich. Sie haben mit uns viel gearbeitet und viele Witze gemacht. Die Unterrichtstunden sind cooler als bei uns. Zum Beispiel in Geschichte hat der Lehrer Playmobil genommen, um uns den Krieg zu demonstrieren.  Die Französischklasse war sehr nett und der Unterricht  war auch gut. Wir haben unsere Stadt präsentiert (Caen, Normandie) und ein Projekt mit unserer Klasse in Frankreich gemacht. Die Schüler sprechen sehr gut französisch! Wir haben mit einer Abiturientin gesprochen und ihr damit bei der Vorbereitung geholfen. Im Unterricht können sich die Schüler die Hände waschen, trinken, aufs Klo gehen oder aufstehen.  
Das war suuuuuuper! Ihr müsst das auch machen, weil das eine super Erfahrung ist! Zwei Monate sind wirklich kurz!


 

Brigitte Sauzay 2012 – Erfahrungen einer JEG-Schülerin


Mon expérience en France

Je m'appelle Stephanie et j'ai 14 ans. J'ai choisi le français comme deuxième langue étrangère et je l'apprends depuis 3 ans. Cette année, je suis partie 3 semaines en France pour améliorer mon français. Avec ma correspondante Aline, que je connaissais déjà (elle est restée 3 semaines chez moi), nous avons pris le TGV (un train) de Francfort jusqu'à Lyon Part Dieu. Ses parents nous ont attendues à la gare et nous sommes allés en voiture à St. Martin la Plaine pour fêter l'anniversaire de deux amis. Pendant l'anniversaire, les 30 (!!!) jeunes se sont baignés dans la piscine. Le matin suivant, il y avait un petit déjeuner avec des bols XXL. Presque chaque français trempe sa tartine dans le bol : c'est quelque chose que je ne peux pas comprendre.
Le lendemain, nous avons visité Lyon.
Lyon est composé de 3 parties:
- le Lyon du Moyen Âge
- le Lyon moderne
- le Lyon romain
Nous avons pris le Funiculaire pour aller à côté d'un vieil amphithéâtre romain. Aujourd'hui, les visiteurs peuvent seulement voir les ruines. Pas loin du théâtre, il y a une grande basilique appelée « Notre Dame de Fourvière ». Devant la basilique, on a une vue panoramique de la ville de Lyon.
Dans la vieille ville, nous sommes allés voir des maisons avec des traboules. C'est une architecture qui vient d'Italie : Ce sont des cours dans les maisons.
Pour faire du shopping, nous sommes allés dans le Lyon moderne au centre commercial « La Confluence » qui existe depuis 3 mois.
Le jour de notre arrivée à Doyet, Aline et moi, nous avons fait une promenade dans le village.
Doyet possède une boulangerie, une poste, un stade, l'école maternelle et primaire et un collège.
Le 14 juillet, c'est la fête nationale française, il y avait un feu d'artifice avec de la musique à  Montluçon, la plus grande ville des environs.
En France, il y a beaucoup de châteaux, par exemple celui de « Bourbon l'Archambault » que l'on a visité. Le château de Bourbon est un ancien château, aujourd'hui en ruines, qui appartient à la ville de Bourbon-l'Archambault. Il a été construit au XIIIème siècle.
Pendant quatre jours nous sommes partis dans le Cantal, pour faire du camping.
Le volcan géant du Cantal de 80 km de diamètre, s'est formé il y a 13 millions d'ans. Son activité éruptive s'est poursuivie durant 9 millions d'ans. Maintenant, l'altitude maximale du Plomb du Cantal est de 1855 m.
Bien sûr, nous avons fait de la randonnée dans les montagnes, par exemple sur le « Plomb du Cantal».


Pour moi, le séjour en France était une bonne idée, car cela m'a permis de faire des progrès. J'ai appris à connaître une culture différente que l'on ne peut pas apprendre en faisant du tourisme.

Stephanie Kunkel


 

Brigitte Sauzay 2011


Sauzay-Austausch am JEG 2011

Das Sauzay-Programm erfreut sich am JEG sehr großer Beliebtheit. So haben wir 2011 bereits sechs französische Gastschüler am JEG empfangen und deren deutsche Austauschpartner dürfen bzw. durften an verschiedenen Schulen in Frankreich (Normandie, Auvergne, Drôme, etc.) ihre Sprachkenntnisse verbessern und interkulturelle Erfahrungen sammeln.

Hier ein Auszug aus einem Interview, welches in der französischen Schülerzeitung P’tit Eudes des Lycée St-Jean-Eudes in Vire (Normandie) im Juni 2011 erschienen ist.

Interview de Valentin Delaplanche, parti en mars et avril 2011 en Allemagne, et Lukas Almritter, un Allemand, ici depuis cinq semaines :
Q: Pourquoi avez-vous souhaité rencontrer le Club Journal ?
R: Nous venons parler de l’échange Brigitte Sauzay.
Q: Comment avez-vous eu l’idée de faire cet échange ?
R: Valentin : Je voulais mieux apprendre la langue et j’aime beaucoup l’Allemagne.
R: Lukas : J’aime beaucoup la France, c’est un très beau pays et je voulais mieux apprendre le français.
Q: Avez-vous bien réussi à vous intégrer ?
R: Lukas : Oui, car les élèves sont très gentils.
R: Valentin : Oui, pas de problème. J’ai été bien accueilli.
Q: (A Lukas) Depuis combien de temps fais-tu du français ?
R: Lukas : Depuis trois ans. Je me débrouille bien, car il y a 4 heures de français par semaine. Je viens souvent en France et ma famille parle français.
Q: (A Valentin) Est-ce que ce voyage t’a aidé dans tes études ?
R: Valentin : Oui, pour les langues. J’étais obligé de parler.
Q: (A Lukas) Es-tu allé ailleurs qu’en Normandie ?
R: Lukas : Oui, j’ai passé des vacances en Bretagne.
Q: Quelles sont les différences entre ton pays et la France concernant les cours ?
R: Lukas : Il y a beaucoup plus de cours l’après-midi; et le mercredi, pour nous, c’est comme les autres jours.
Remarque d’un élève de troisième :
C’est surprenant : Lukas parle très bien le français alors qu’il n’en fait que depuis trois ans.

So gelten für einen Austausch im Rahmen des Brigitte Sauzay-Programms mit Sicherheit die Worte des französischen Schriftstellers Montesquieu, welcher schreibt:
« Les voyages donnent une très grande étendue à l'esprit: on sort du cercle des préjugés de son pays. »

Hein / Trosbach

Eindrücke von Marine Nouveau, einer französischen Schülerin

Mes impressions :

Mes premières impressions ont été étonnantes ! A commencer par les paysages. Je ne m’attendais pas à voir d’énormes espaces verts, de prairies, de champs… Je pensais qu’il y avait plus d’espaces industrialisés. Mais cela me plaît, j’aime beaucoup les paysages qui entourent cette région. Il y a également la  différence d’architecture des églises : elles sont généralement construites en pierres rouges-bordeaux, ou blanc-cassé. Je trouve cela plutôt joli.
Par la suite, au cours de me séjour en Allemagne, j’ai pu remarquer la sympathie des habitants, des amis de la famille, des élèves… J’ai l’impression que tout le monde est toujours de très bonne humeur. Mais je ne m’en plains pas du tout !

Les changements et les différences :

En ce qui concerne les changements et les différences, il y en a beaucoup. Le principal changement est la nourriture, et les horaires de repas. J’ai pu remarquer, que lorsque nous devons aller à l’école, nous prenions un petit-déjeuner rapide et pendant les week-ends, nous prenions le temps de prendre notre petit-déjeuner, mélangeant sucré (croissants, confiture…) et salé (œufs, fromage, jambon…). Je dois avouer que cela m’a surpris de voir que l’on pouvait manger du fromage en même temps que de boire son café. Comme je l’ai déjà dit, les horaires des repas sont également différents. En France, nous faisons quatre repas : petit-déjeuner, déjeuner, goûter et dîner. En Allemagne, il n’y en à que trois. Mais cela ne m’a pas perturbée. En revanche, nous déjeunons en plein milieu de l’après-midi. Je trouve cela un peu bizarre. Mais on s’y fait.

L’école :

L’école est un grand changement pour moi ici, par rapport aux horaires. En effet, ils n’ont cours que le matin. La journée la plus longue est 8h-15h. En France, c’est la journée la plus courte. En général, en France, lorsque je vais au lycée, je finis mes journées à 17h ou à 18h. Il s’agit de très longues journées de cours où l’on doit enchaîner par la suite tout nos devoirs pour le lendemain. Je trouve que les cours en Allemagne sont beaucoup plus cool. J’ai l’impression qu’ils n’ont pas trop devoirs. De plus, ils ne peuvent pas avoir plus d’un contrôle par jour. Je trouve cela plutôt bien. Il m’est déjà arrivé d’avoir quatre contrôle dans la même journée est cela est très difficile. En ce qui concerne l’ambiance de la classe, c’est super ! Les élèves sont très sympas et très accueillants.

Les activités extras-scolaires :

Le fait de n’avoir cours que le matin leurs permet d’avoir de nombreuses activités les après-midis. En général, nos après-midis sont bien remplis. Tous les jeudis je fais une heure d’équitation dans l’écurie où Magdalena va souvent. Les mardis soirs, Heike (la mère de Magdalena) et moi, allons à la danse. En dehors de ces deux activités, nous faisons aussi du vélo, de l’accro-branche, des sorties… Pendant les vacances, nous sommes allés trois jours à Munich et avons séjourné dans un hôtel. J’ai découvert beaucoup de choses. Je suis également allée à quelques anniversaires de copines à Magdalena. L’ambiance était très bien. En revanche, ce qui m’a paru un peu bizarre, ou du moins, une autre différence avec la France, c’est que je ne les ai jamais vues souffler leurs bougies. Leurs fêtes d’anniversaires se terminent généralement très tard le soir. En France, lorsque l’on est enfant et adolescent, les anniversaires fêtés avec ses amis se fait les après-midi, en général de 14h à 18h30.

Les ententes :

Nous arrivons maintenant à un sujet bien intéressant : les ententes. Ce que j’ai à dire sur ce sujet n’est que positif. Lors de mon arrivée, j’ai été très bien accueillie. Je m’entends merveilleusement bien avec la famille. Magdalena a té très aimable, car elle m’a laissé sa chambre pour la durée de mon séjour ici. On rigole souvent, que ce soit avec Magdalena, Katharine (sa sœur), ou même avec ses parents. Je m’entend également très bien avec ses amis, mais je l’ai déjà dit lorsque j’ai évoquée le sujet de l’école.

Conclusion :

Je crois que j’ai fait le tour de mes impressions. Je suis très contente d’avoir fait cet échange et je ne regrette rien. De plus, je suis tombée dans la meilleure famille qui soit. Si j’vais su, je serais restée un mois de plus…